Wie ich mal eine kleine Luxus Kreuzfahrt gemacht hab

Jetzt bin ich also in Melbourne.
Auch wenn große Städte mich ja irgendwie nicht so besonders anmachen muss ich sagen dass diese Stadt eine Sache hat,die mich sofort wie zu Hause fühlen lässt.
Einen richtigen Plan was ich hier machen soll habe ich trotzdem nicht.
Also verbringe ich die nächsten Tage damit gemütlich durch die Stadt zu streifen mir hier und da mal was anzugucken zum Frisör muss ich auch mal und generell das ist ja alles ganz chillig und entspannt.
Zu entdecken gibt es in jeder Ecke etwas sodass auch wenn ich zurzeit zum größten Teil mit Nichtstun verbringen ist doch auch irgendwie nie langweilig wird .
Jetzt also einfach ein paar Beweisfotos unter denen ich auch ein Bild von meinem neuen Lieblingsladen der mich stark an meine Heimat erinnert gemogelt habe.

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Außerdem habe ich genug Zeit meine weitere Reise zu planen.
Gibt nämlich einige Sachen die ich mittlerweile überdenken muß.
Eigentlich wollte ich ja von Australien weiter nach außen Neuseeland fliegen und von dort entweder nach Südamerika oder in die USA und meine Weltreise perfekt zu machen.
Allerdings habe ich gehört dass Neuseeland noch ein bisschen teurer als Australien sein soll und auch der weiter Flug auf den nächsten Kontinent ist nicht gerade billig.
Außerdem muss ich gestehen, das ich Bonny ein wenig vermisse und was noch dazu kommt ist, daß nicht sicher ist ob die Thailänderin nächstes Jahr noch ein mal Zeit hat mit mir zu reisen, weil die Leute in Thailand in der Regel weniger als 2 Wochen Urlaub im Jahr bekommen.

Eigenlich hab ich ja ganz zu Beginn meiner Reise, Nepal ganz weit oben auf meiner Wunschliste gehabt.
Leider hab ich die Pläne letztes Jahr als ich in China war und aus erster Hand erfaheren hab, das es zu diesem Zeitpunkt auf Grund der politischen und wirtschaftlichen Lage nicht die beste Idee ist das Land zu besuchen geändert.
China ist ja mittlerweile schon fast ein Jahr her und ich bin mir sicher das ist jetzt ohne Probleme möglich sein sollte durch Nepal zu reisen.

Lange Rede kurzer Sinn, ich habe beschlossen mich in zwei Wochen mit Bonny in Kuala Lumpur zu treffen und dann gemeinsam einen Monat in Nepal zu verbringen.

Jetzt steht aber erstmal im Raum wo ich nach Melbourne hinfahre.
Logisch wäre es jetzt von hier aus einfach mit dem Bus weiter nach Sydney zu düsen aber dann hänge ich wieder in der nächsten Stadt fest.
Nach etwas spielen im Internet habe ich auch eine für mich super Alternative zum nächsten Städtetrip gefunden.
Der Plan steht fest ich fahre mit der Fähre nach Tasmanien.
Vielleicht begegne ich ja sogar einen Tasmanischen Teufel.
Keine Ahnung ob es daran liegt dass gerade keine Saison ist oder ob die Überfahrt immer so günstig ist.
Eine Karte für die etwa 10 stündige Überfahrt von Melbourne nach Tasmanien kostet mich nämlich nur 79$‘ was wir für australische Verhältnisse echt nicht schlecht ist.
19:30 Uhr soll es losgehen und ich bin schon pünktlich um 18 Uhr am Hafen.
Nach ewas Wartezeit bekomme ich endlich meinen Boardingpass, dann geht es noch fix durch eine Sicherheitskontrolle und dann nix wie ab aufs Boot.

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Ich muss sagen ich bin beeindruckt die Fähre ist ein echter Luxusdampfer, mit Restaurant, Bars und es gibt sogar ein Kino. 🙂
Um Geld zu sparen habe ich keine Kabiene gebucht, sondern nur einen Sitz, wobei auch dieser super bequem ist.
Ich würde sagen alles richtig gemacht. Pünktlich verlassen wir den Hafen und ich nutze die Zeit durchs Schiff zu streifen, eine Kleinigkeit zu essen und es mir irgendwann in meinem Sessel bequem zu machen und ein Stündchen zu schlafen.

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Über pünktlich erreichen wir den Hafen von Devonport, eigentlich sind wir wirklich viel zu früh und ich entscheide die 1,5 km bis zu meiner gebuchten Unterkunft zu laufen, die ich gegen halb acht auch erreiche.
Blöderweise ist die Tür verschlossen und ich muss einen Weg finden ein paar Stunden tot zu schlagen.
Ganz in der Nähe finde ich zum Glück eine Bäckerei und gönne mir erstmal ein Frühstück und nen guten Liter Kaffee.

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Kurz am späten Vormittag marschiere ich wieder zu meinem gebuchten Gasthaus und kann auch endlich mein Zimmer beziehen.
Dummerweise ist das Wetter mittlerweile alles ander als schön.
Das es eiskalt ist, is für mich ja mittlerweile nix Neues mehr (ich hab den australischen Winter echt ein wenig unterschätzt) zusatzlich hat es auch noch angefangen zu regnen, weshalb ich nur noch einmal kurz vor die Tür gehe um das nahe gelegene Touristen Info Center zu besuchen.

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So richtig weiß ich nämlich noch nicht, was ich in der einen Woche, die ich habe bis ich wieder zurück nach Melburne fahre hier machen kann.
30 Minuten später sitze ich also mit einem riesen Stapel Broschüren auf meinem Bett und beginne mögliche Ziele raus zu suchen.
Dabei finde ich einen National Park, den ich allein schon wegen des Namens besuchen muss.
Die Hartz Mountains haben es mir angetan.
Schließlich ähnelt der Name ganz stark dem meiner Heimat im Herzen Deutschlands.
Übriges weiß ich dank Wikipedia, daß diese Ähnlickeit kein Zufall ist.

Ich zitiere hier mal kurz, was das Onlinelexikon zu den Hartz Mountains unter anderen schreibt:

Der Hartz-Mountains-Nationalpark ist ein Schutzgebiet auf der australischen Insel Tasmanien, etwa 55 km südwestlich von Hobart. Die höchste Erhebung im Park ist Hartz Peak (1255 m), von dem aus sich eine Aussicht auf weite Teile des südwestlichen Inlands bietet. Seit 1989 gehört der Park zum UNESCO-Welterbe Tasmanische Wildnis. Das Gebirge ist nach dem Harz in Norddeutschland benannt.

Als waschechter Harzer (nicht verwechseln mit Hartzer) ist natürlich klar, das ich da hin muss.
Die Frage ist jetzt nur, wie ich das am besten anstelle.
Schließlich ist der Nationalpark am anderen Ende der Insel und so weit ich weiß fährt da kein Bus hin.
Weil gerade keien Saison ist, was ich bei dem mist Wetter echt verstehe gibt es auch keine Tour die ich buchen kann.
Bleibt mir also nur die Möglichkeit ein Auto zu mieten.
Also suche ich im Internet nach einem günstigen Mietwagen.
Nach einigen Vergleichen entscheide ich mich für die Hertz Autovermietung, von denen eine Filiale nur ein paar hundert Meter von meinem Gasthaus entfernt liegt. Da ist noch ein paar Sachen gibt’s bei dir nicht mehr ist nicht sicher bin entscheide ich den Wagen nicht online zu buchen sondern morgen zu der Filiale zu gehen und selber nach dem Auto zu fragen.

Das Wetter am nächsten Tag ist noch schlimmer wie am Vortag es regnet in Strömen und kalt ist es ja sowieso, trotzdem schmeiße ich mich in meinem warmen Klamotten, zieh meine Regenjacke an und stapfe los.
Die Frauen bei der Autovermietung ist doch super nett und macht mir gleich ein Angebot über 4 Tage für einen kleinen Wagen der mich insgesamt 137$ kosten würde.
Klingt soweit alles ganz super es gibt nur einen kleinen Haken, im Falle eines Schadens müsstest 4000 $ Selbstbeteiligung rechnen, was ist echt happig ist.
Es gibt natürlich auch die Möglichkeit eine zusätzliche Versicherung zu buchen aber dann wird der Spaß gleich um einiges teurer.
So müsste ich 224 $ bezahlen und hätte dann nur noch eine Selbstbeteiligung von 770 $ oder ich mache es ganz sicher ohne Selbstbeteiligung dann würde mich das Spaß 269 $ kosten für mein Budget ganz klar zu viel.
das ist alles nur Menge Geld und ich denke es ist eine gute Idee wenn ich erstmal einen Kaffee trinken gehen und über alles nachdenk. Also verlasse ich erstmal ohne irgendetwas gebucht oder gemietet zu haben den Laden und genehmige mir erst einmal einen Kaffee.

Eine Stunde später stehe ich wieder eine Autovermietung weil ich eine Entscheidung gefällt habe, morgen ist es dann soweit 15 Uhr kann ich mein Auto abholen.
Heute treibe ich mich auch wenn das Wetter nicht so toll ist den ganzen Tag in der Stadt und an der Küste herum und freue mich einfach nur morgen wieder auf der Piste zu sein.

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Am nächsten Tag ist das Wetter auch wieder viel besser und ich kann die Gegenden die ich gestern bei Regen fotografiert habe heute mit blauem Himmel knipsen.

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Um dann später endlich um 14:30 Uhr mein Auto abzuholen.
Bevor ich dich lösche und alle Papiere bekomme gibt es noch eine kleine Belehrung dass ich nicht auf unbefestigten Straßen fahren darf, den Wagen pünktlich wieder zurück bringen muss und natürlich dass der Tank voll sein muss.
Weil es bei meiner Tour durchs Outback auch nicht erlaubt war nachts zu fahren frage ich zur Sicherheit noch einmal nach wie das hier aussieht.
Ben 8 fahren ist gar kein Problem meint die Frau und das kommt mir auch gerade recht weil ich nicht weiß ob ich es pünktlich vor Einbruch der Dunkelheit bis in meine gebuchte Unterkunft schaffe.

Jetzt heißt es für mich „back on the road.“
Der Himmel ist blau mein Auto ist silber und die Stimmung absolut im grünen Bereich.
Radio an und ab die Post.
Hab ich bis jetzt doch nur das kleine Städtchen gesehen.
Schnell ist klar, das ich Tasmanien mag.
Saftige Wiesen, am Horizont die Berge und gute Musik im Radio.
Was soll jetzt noch schief gehen?!

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Ich bin schon etwa 3 Stunden untewegs und es sind noch etwa 15km bis zum Hostel, das ich mir für die Nacht gebucht habe.
Nebender tollen Landschaft gibt es noch etwas, was mir bei der Fahrt über die Insel hier immer wieder auffält.
Und zwar sind das die vielen toten Tiere, die hier überall am Straßenrand liegen.
Immer wieder rufe ich mir ins Gedächtniss, das ich auf jeden Fall vorsichtig fahren muss, gerade auch weil es langsam anfängt dunkel zu werden.
Dann passiert es………ich fahre gerade eine kurvige Straße durch einen Wald da sehe ich aus den Augenwinkel, wie etwas auf die Straße springt.
Ich habe obwohl ich nicht schnell unterwegs bin absolut keine Chance irgend wie zu reagieren, weil es praktisch im selben Moment schon knallt.
Ich bringe meinen Wagen sofort zum stehen und sehe im Rückspiegel ein Wallaby auf der Straße liegen.

Dem Auto geht es auch gar nicht gut.

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SCHEIßE!


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