Wie ich mal ein Raumschiff gesehen habe

Ok, in Alice Springs und Umgebung hab ich jetzt alles gesehen und ich hab mir auch den Uluru angeschaut.
Ich würde sagen, alles wichtige hier abgehakt.
Eine Sache gibt es noch, die wie ich finde ziemlich gut klingt und die man wenn man schon mal in Australien ist eigentlich mal machen sollte.

Nen Road Trip durchs Outback.
Und genau so eine Tour plane ich jetzt.
Optimal wäre natürlich, wenn ich jemanden finde, bei dem ich mitfahren kann.
Aber leider hat es mal wieder nicht geklappt jemanden zu finden.

Dafür hab ich aber eine andere recht gute Lösung wie ich auf eigene Faust verhältnismäßig günstig durch Australien reisen kann.

Schon bei meiner Suche in Darwin nach einem billigen Weg in Australien zu reisen bin ich im Internet darüber gestolpert.
Campervan Relocation heißt das Zauberwort.

Es kommt ja oft genug vor, daß gemietete Fahrzeuge in einer anderen Stadt zurück gegeben werden.
Für viele Autovermietungen ist das Zurückführen von Wohnmobilen oder Autos verdammt teuer. Sie müssen eine Firma beauftragen und natürlich auch bezahlen, die das Fahrzeug abholt und in die richtige Stadt zurück bringt. Daher kommen sie weitaus besser weg, wenn sie diese „Oneway-Strecken“ einfach günstig an Kunden vermieten.

Bei Google gibt es auf jeden Fall ne menge Treffer, wenn man Campervan Relocation Australien als Suchbegriff eingibt.

Ich werde auch nach ein wenig suchen und vergleichen auf ner Seite mit dem viel versprechenden Name  Hippiecamper.com fündig.
Das Angebot klingt richtig gut.
Ein Toyota Land Cruiser soll von Alice Springs nach Adelaide gebracht werden.
Den Wagen bekommt man für 5 Tage, dabei kosten die ersten 4 Tage 1$ und der 5. Tag dann 75$.
1700 km hat man frei und das Beste, es gibt noch 250$ Benzingeld.

Wenn das mal nich zu gut klingt!

Ich schau bei Google auch nach Erfahrungen zum Thema Campervan Relocation, kann aber leider nichts aktuelles Finden.

Ich versuche es einfach.
Wobei ich aber weil ich auf Nummer sicher gehen möchte noch die Versicherung buche und somit auf 180$ pro Tag komme.
Online klappt das alles wunderbar und 3 Tage nach meiner Buchung ist es endlich soweit.
Ein wenig aufgeregt stehe ich um 8 Uhr morgens in der Apollo Autovermietung in Alice Springs.

Hier lauft es jetzt ganz fix, wichtig ist, daß man nen Internationalen Führerschein und ne Kreditkarte dabei hat.
Von meiner Karte werden mir noch zusätzlich 250$ als Sicherheit abgebucht und weil es nich inbegriffen ist und es laut Aussage der guten Frau hier am Schalter sehr oft passiert buche ich noch ne extra Glasschaden Versicherung dazu, die mir noch mit 5 $ pro Tag berechnet wird.
Außerdem denke ich, das es ne gute Idee ist auch noch Bettdecke und Kopfkissen zu mieten, was mich noch mal 5 Schleifen pro Tag kostet.

Insgesamt kostet mich der Van für 5 Tage  also 240$ (166€) und 250$ Kaution.

Dann zeigt mir die nette Dame noch alle wichtigen Details meines neuen Gefährts.
Insgeheim frage ich mich ob die nette Dame auch so nett und unbeschwert plaudern würde, wenn sie wüsste, das ich schon seit ziemlich genau einem Jahr nicht mehr Auto gefahren bin?!
Ich entscheide mich das kleine Geheimnis für mich zu behalten. 😉
Wobei ich zu geben muss, daß ich schon ein wenig aufgeregt bin. Der Wagen doch ziemlich groß ist und in Australien herrscht Links Verkehr.

Ohne Probleme manövriere ich das Boot dann vom Hof der Autovermietung und cruise zum Hostel.
Wo ich erst mal in Ruhe alle Details meines neuen Zuhauses unter die Lupe nehme.

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Dann gönne ich mir einen letzten Kaffee bevor ich mich wieder hinters Steuer setze und entsetzt feststelle, das mein rechter Rückspiegel nen riesigen Riss hat.

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Ich hab absolut keine Ahnung wie das passieren konnte.
Aber Fakt ist, daß der Spiegel kaputt ist.
Bevor ich also endlich los fahren kann rufe ich also zur Sicherheit noch mal bei Apollo an und melde den Schaden.

Dan geht es erst mal zum Shopping, schließlich muss der Kühlschrank im Toyota gut gefüllt werden.
Außerdem muß ich noch tanken.
Ich hab das Auto zwar wie üblich vollgetankt bekommen aber der Land Crouser hat noch einen Zusatztank und der sollte wie ich finde für die Fahrt durchs Outback auch noch gefüllt werden.

Dann kurz nach 12 kann es endlich los gehen.
Ich verlasse mit meinem Toyota die Stadt Richtung Adelaide.
Gute 1500km liegen vor mir.

Ich zitiere mal wieder den Capitain:
„Back on the road.“

Eine endlos lange Straße geht es durchs Outback.
Das Wetter ist gut, meine Laune sowieso.
Endlich mal wieder Auto fahren!

Zu berichten gibt es jetzt relativ wenig.
Die Anzahl der Autos die hier unterwegs ist, ist überschaubar, wo bei vorallem die „Road Trains“(riesig lange Lkws) doch extrem eindrucksvoll sind.

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Gegen 17 Uhr fange Licht langsam an, nach einem geeigneten Parkplatz für die Nacht zu suche.
Ne große Hilfe ist dabei eine App auf die ich dank Stefan gekommen bin.
„WikiCamps Australia“ zeigt einem alle möglichen Campingplätze und noch einiges mehr in Australien.
Klasse App mit der ich einen staubigen Parkplatz finde.

Hier baue ich dann zum ersten Mal meinen Schlafplatz auf und richte mich häuslich ein.

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Nach dem Abendessen werde ich noch mit einem spektakulären Sonnenuntergang belohnt.
Bevor ich endgültig in meine Koje krieche und schlafe wie ein Baby.

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Eigentlich gibt es über die weitere fährt nicht vielleicht zu sagen.
Ich bin gut drauf, das Wetter passt, ich verlasse Northern Territory.
Wobei es an der grenze nach South Australia doch eine kleine Besonderheiten gibt, mit der ich so nicht gerechnet habe.
Es ist nicht erlaubt Obst oder Gemüse mit in den Nächsten Bundesstaat bringen.

Schweren Herzens trenne ich mich hier also von meinen Äpfeln.
Natürlich nicht ohne in jeden einzelnen noch ein bis 2 mal rein zu beißen, das wäre ja sonnst eine riesen Verschwendung. 🙂

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Für die Nacht finde ich wieder einen gemütlichen Parkplatz.
Das übliche halt.

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Am nächsten Morgen geht es dann nach einem entspannten Frühstück wieder zurück auf die Straße.

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Heute Mittag kommt dann warscheinlich mal ein wenig Abwechslung, weil endlich mal ein Städtchen auf meinem Weg liegt.
Coober Pedy heißt der Ort und laut Karte gibt es dort einen Laden in dem ich mit etwas Glück sogar ein paar neue Äpfel kaufen.:)

Schon ein paar Kilometer vor der Stadt ändert sich die Landschaft.
Es sieht so aus als ob überall Zuckerberge  (nicht zu verwechseln mit Facebook Erfindern) aufgehäuft wurden.

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Anscheinend wird hier Bergbau betrieben aber um was es genau geht weiß ich nicht wirklich.

Dann taucht zwischen den Hügeln auch endlich Coober Pedy auf.
Ich parke in der Nähe des Supermarktes und freue mich, weil mein Handy seit langen auch mal wieder Empfang hat.
Natürlich muss ich bevor ich einkaufen gehe checken was es neues aus der Heimat gibt.

Dabei fällt mir natürlich auch ein Kommentar unter einem meiner Facebook Beiträge in dem ich kurz von meinem Road Trip nach Adelaide berichtet hab auf.
Elena hat nämlich unter die Bilder von meinem Camper geschrieben, das ich unbedingt genügend Zeit für Coober Pedy und die dortigen Opal Mienen einplanen soll.

Also mache ich das auch.
Außerdem stoße ich hier in der Stadt auf ein etwas ungewöhnliches Teil.
Mitten im Ort parkt ein Raumschiff. 😮
Sie sind also unter uns 😂

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Auch hier lifert Google die Antwort auf die Frage, die mich bei diesem Anblick beschäftigt.
Coober Pedy und die Umgebung wird nämlich gerne mal als Drehort für Filme genommen.
So wurde hie unter anderem ein „Mad  Max“ Film gedreht und auch „Planet der Finsternis“ wobei von diesem Film auch das Raumschiff stammt, welches jetzt hier gestrandet ist.

Ich schau mir auch gleich in der Nähe eine unterirdische Wohnung an bevor ich aufbreche.

Am Highway hab ich nämlich eine Opal Mine gesehen, die allem Anschein nach für Touristen geöffnet ist.
Zu viel Zeit kann ich hier eigentlich nicht verplempern, weil noch einige Kilometer vor mir liegen aber ich schätze nen kurzen blich kann ich schon riskieren.

Am Eingang zur Miene wird mir dann erklärt,  daß ich mir zwar auch alles auf eigene Faust anschauen kann aber es eben auch um 14 Uhr ne Führung gibt.
Das wäre in 45 Minuten.
Ich denke das sollte gehen.
Also warte ich.

Also warte ich und lasse mir dann zusammen mit einigen anderen Interessierten 2 Stunden lang vom Besitzer der Miene alles zeigen und erklären.
Ziemlich spannen.
Nach der Tour darf man auch selber nach Opalen suchen.
Eigentlich hab ich ja gar keine Zeit mehr aber ein paar Minuten nehme ich mir doch um Steine zu klopfen.
Wobei ich ausgesprochen erfolglos bin.😂

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Auch egal!


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