Wie ich mal in ner Holland-Suite wohnen durfte

Pünktlich um 10.00 Uhr verabschiede ich mich vom Capitain, der übrigens endlich nen guten Job hier in Darwin gefunden hat, schnappe meinen Rucksack und stiefel los.ein Ziel ist die Greyhound Bushaltestelle „Bay A“ ist das Zauberwort.

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Endlich geht es weiter und endlich kann ich mir mal ein Bild vom Outback machen.
Außerdem bin ich gespannt, wie der Bus so ist, 185 australische Dollar sind schließlich gut 135 Euro.
Für das Geld bin ich in Russland mit der Transsib einmal von Moskau bis zum Baikalsee gefahren, da sollte mir Greyhound schon was bieten.

Wobei ich langsam begriffen hab, das hier doch alles anders und vorallem teurer ist als in dem Ländern, die ich bis jetzt besucht habe.
Konnte ich in Asien noch jeden Tag irgend wo essen gehen, sieht es hier so aus, das ich ständig im Supermarkt nach Schnäppchen suche um mir im Hostel etwas zu kochen.
Das Problem dabei ist, daß meine Kochkünste ehr so mittel sind und das es trotzdem immernoch verdammt viel Geld ist, daß ich hier ausgebe.
Wenn man gerade aus Deutschland kommt schätze ich, das die Preise fast ok sind und Leute die hier nen Job haben bekommen dank des hohen Mindestlohns hier in Down Under eh genug Geld.
Aber für mich ohne Einkommen und frisch aus Asien ist es doch alles ziemlich gewöhnungsbedürftig.

Genug gejammert, der Bus ist da.
Für mein Geld bekomme ich also einen Fensterplatz im halb vollen Greyhound mit USB Anschluss zum Handy laden und manchmal sogar WLAN.
So kann sie 22 stündige Fahrt ins Herz Australiens eigentlich nix schief gehen.:)

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Geht auch nix schief.☺

Über pünktlich, morgens um halb neun bin in Alice Springs angekommen.
Jetzt bekomme ich auch endlich einwenig zu spüren,  was Winter in Australien bedeutet.

Hier ein paar Beispiele für Dinge, die in Australien wirklich komplett anders sind als in Europa.
Gehört haben wir sie ja alle schon aber ich kann jetzt zumindest bestätigen, das alle Gerüchte wahr sind…..

Seit der Simpsons Folge über Australien stellt sich natürlich als erstes die Frage ob der Strudel im Abfluss sich hier wirklich gegen den Uhrzeigersinn dreht.
Ich weiß jetzt gar nicht ob ich es schon mal geschrieben habe aber so ziemlich das Erste was ich hier in Australien gemacht hab war genau das auszuprobieren.
Leider mit eher mäßigem Erfolg,  weil es in der blöden Toilette keinen Strudel gab.
Dafür hab ich es dann später immer mal wieder in diversen Waschbecken kontrolliert. 😉

Die andere Sache, die hier angeblich anders ist, ist die, daß wenn bei uns Sommer ist, hier in Australien Winter ist.
In Darwin ist mir das nicht weiter aufgefallen, es war immer schon warm und ich behaupte einfach mal teilweise fast zu heiß.

Jetzt kommen wir nämlich gleich zum nächsten Punkt, der hier genau anders herrum ist.
Darwin liegt nämlich im schön warmen Norden des Landes.
Aber je weiter man nach Süden fährt um so kälter wird es und ich bin immer hin 22 Stunden lang nach Süden gefahren……
……kurz gesagt: Es ist hier verdammt kalt!

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Ich krame meine Jacke aus dem Rucksack und mache mich dann auf den Weg zum Hostel in dem ich für die nächsten Tage ein Bett im 3 Bett Zimmer gebucht habe.

Auf dem weg zum Hostel stelle ich noch mal fest, „es ist wirklich sau kalt hier in Down Under!“

„Alice Secret“ heißt meine Unterkunft für die nächsten paar Tage, allerdings bin ich viel zu früh und muss noch ein paar Stunden warten bis ich endlich ein Checken kann.
Wenigstens bekomme ich zum aufwärmen und um die Wartezeit zu verkürzen Kaffee und WLAN. 🙂

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Mein Zimmer ist dann auch kein Zimmer sondern ein Wohnwagen.
Mir gefällt es.

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Mein Plan ist es von hier irgend wie zum Ayers Rock zu kommen.
Wo bei die optimale Lösung wäre, wenn ich wieder jemanden finde, der schon plant den großen Stein zu besuchen, so daß ich mich einfach nur anschließen muss.

Irgendwie sehen meine Chancen aber irgendwie nicht ganz so gut aus und ich befürchte, das ich ne Tour buchen muss, wenn ich mir den berühmten Berg mal aus der Nähe anschauen will.

Jetzt bin ich aber eh erstmal hier in Alice und bevor ich mich um den Ausflug kümmere, schaue ich mir lieber erstmal die nähere Umgebung an.

Wobei das Städtchen doch recht überschaubarer ist und ich auch ein wenig zu faul bin Viel zu unternehmen.

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Immer hin bekomme ich nach dem ich mich mit nem Engländer, der schon länger hier lebt und sich gerade ein neues Fahrrad gekauft hat, genau dieses Rad für einen Tag geborgt.
Und weil ich eh viel zu selten auf die Suche nach Geocaches gegangen bin radel ich ein paar Kilometer und suche nach Caches im Outback.

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Nach 3 Tagen hier in Alice Springs steht dann auch fest, daß ich ne Tour buchen muß,  wenn ich den roten Felsen besuchen möchte.
Auswahl gibt es genug.
Also buche ich für 350$ eine 3 Tages Tour.
Hoffentlich lohnt es sich, morgen früh geht’s los.


Ein Gedanke zu “Wie ich mal in ner Holland-Suite wohnen durfte

  1. Wie ich mal im T-Shirt durch Erlangen lief und an den frierenden Jobsti dachte… Schön wieder öfter von Dir zu lesen. Schon die Ankündigungsmail sorgt bei mir immer schon für Vorfreude…
    Schmunzeln musste ich auch über die Fahrradgeschichte. Wer leiht sein nagelneues Rad einfach einem Wildfremden? Bzw. wie schaffst Du es, dass er Dir das schicke Bike leiht… 🙂

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