Wie ich mal mit Affen den Strand geteilt hab

Viel zu früh muß ich auf stehen.
Ich würde ja weiter schlafen aber mein Boss läßt einfach nicht locker.
„Die Sonne muß an der richtigen Stelle stehen um schöne Bilder vom Tempel machen zu können“, ist ihr Argument.
„In Deutschland ist es Nachts um 2 Uhr“, ist mein Argument.

Deutsche Zeiten interessieren hier dummerweise nich und heute ist sie wieder der Boss, da bleibt mir wohl nichts anderes als aufzustehen.
Immerhin darf ich noch duschen und gemütlich Kaffee trinken, bevor wir uns wieder auf die Räder schwingen und Richtung  „Khao Sam Roi Yot National Park was übrigens wörtlich übersetzt „300 Berggipfel“ heißt zu strampeln.

Der Vorteil ist auf jeden Fall, das es morgens nicht ganz so heiß ist und sich das Radeln noch als ziemlich angenehm gestaltet.
Den Weg kennen wir ja mitlerweile so folgen wir der Straße immer mit Blick auf die 300 Gipfel.

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Einen kleinen Stop legen wir noch ein um Proviant und Futter für die Straßen Hunde, die sich riesig über unseren morgentlichen Besuch freuen zu kaufen.
Bis wir wieder das Dorf in dem wir gestern schon waren erreichen.

Heute sind wir gut in der Zeit, so daß wir es ganz gemütlich schaffen sollten die Phraya-Nakhon-Höhle zu erreichen.
Anscheinend ist sie Höhle in Thailand sehr bekannt, weil es Bonny, die nicht ganz so gerne wie ich unter der Erde rumkraucht doch recht wichtig ist diesen Ort zu besuchen.
Grund genug mal auf Wikipedia zu schauen und ein paar Auszüge hier in den Blog zu kopieren…….

Die Höhle trägt ihren Namen nach dem Entdecker Chao Praya Nakhon Sri Thammarat, seinerzeit Herrscher von Nakhon Si Thammarat. Zahlreiche Könige besuchten in Folge die Höhle. Für den Besuch von KönigChulalongkorn (Rama V.) 1890 wurde der Kuha Karuhas Pavillon gebaut. Dieser Pavillon wurde später Teil des Wappens der Provinz Prachuap Khiri Khan. Später kamen auch König Vajiravudh (Rama VI.) wie auch der gegenwärtige König Bhumibol Adulyadej (Rama IX.) hierher.
Die Höhle besteht eigentlich aus mehreren Höhlen beziehungsweise Einbrüchen, die nach oben offen sind und erlauben, dass das Sonnenlicht ganztägig die Höhle beleuchtet. Der Wanderweg führt nach Überschreiten eines Bergkammes erst wieder etwas hinab in eine erste größere, begrünte Höhle, die eher an eine Schlucht erinnert. In der nächsten größeren Höhle befindet sich ein kleiner Pavillon und an der Öffnung oben eine mit Büschen bewachsene „Todes-Brücke“, von der viele Wildtiere in die Höhle gefallen sein sollen.

Wie immer, ich hab das Gefühl, das alle Orte die ein/der König von Thailand besucht hat für das Thailändische Volk zu regelrechten Pilgerstätten werden.
In dieser Höhle waren wie man lesen kann ganze 3 Könige.
Klar, daß jetzt jeder Thai auch mal hier vorbei schauen möchte.
Bonny ist da keine Ausnahme und weil ich ja schon so viel Zeit in diesem Land verbracht habe, ich auch nicht.

Mit den Fahrrädern kommen wir allerdings nich bis ans ersehnte Ziel.
Wir müssen um zur Höhle zu gelangen erst einmal den benachbarten „Leam Sala“ Strand erreichen und da gibt es genau 2 Möglichkeiten.
Wir können ein Boot nehmen, was ganz klar die einfache aber auch teurere Variante wäre oder laufen.

Da ich mal wieder 200 Bath Eintritt zahlen muß und ein Boot noch mal 400 kosten würde, fällt die Entscheidung nicht sehr schwer. …..wir laufen!

Das sie Entscheidung die richtige ist, können wir schnell feststellen.
Zum einen haben wir eine tolle Aussicht, zum anderen brauchen wir gerade mal 20 Minuten um den Strand zu erreichen:)

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Damit wäre diese Etappe also auch geschafft.
Der Strand ist verdammt große und auch hier ist so gut wie Niemand zu sehen.
Aber um am Meer rumzulümmeln haben wir auch noch später Zeit.
Wir beginnen erst mal mit dem Aufstieg zur Höhle.
Angeblich soll es hier auch Affen geben und ich schaue mich ständig um aber entdecken kann ich keinen.
Dafür gelingen mir 1-2 Schnappschüsse von Vögeln und Eidechsen. 🙂

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Der Aufstieg zum Höhleneingang hat es ganz schön in sich aber für den kleinen Geocacher in mir lohnt er sich, weil ich kurz vorm Ziel seit langen mal wieder einen Cache finde.:)

Dann geht es aber wirklich in die Höhle.
Wo bei so ein richtiges Unterwelt – feeling irgendwie nicht auf kommt.
Es ist ehr als stünde man in einem gigantischen nach oben hin offenen Loch.
Trotzdem ist es irgendwie schön hier unten.
Der Besucheransturm halt sich noch in Grenzen und weil die Höhle wirklich riesen groß ist brauchen wir lange um wirklich jede Ecke zu erkunden.

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So vergehen fast 2 Stunden, mittlerweile kommen immer mehr Besucher, die auf Grund der Größe dieses Ortes zwar nicht im Weg stehen aber ein Stiller Ort wie heute morgen ist es definitiv nicht mehr.
Wir beschließen also uns auf den Rückweg zu machen.

Kurz bevor wir den Strand erreichen, entdecken wir auch endlich ein paar Affen.:mrgreen:
Auch sind es nicht einfach irgend welche langweiligen grauen Affen, von denen ich mittlerweile mehr als genug gesehen habe.
Es handelt sich um einen Gruppe Languren….aber seht selbst.

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Nach dem die Affen Bande weiter gezogen ist, besorgen wir uns schnell noch etwas zu essen und machen es uns an dem immernoch leeren Strand gemütlich.
Im Stunden lang im Sand liegen bin ich eh Weltmeister und hier stelle ich mal wieder all mein Können unter Beweis.

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Es ist schon später Nachmittag als es dann doch Zeit wird langsam die Heimreise anzutreten.
Wir schaffen es auch fast bis zum Ende das Strandes aber weil wir hier plötzlich nicht mehr alleine sind und ich mir die Möglichkeit Languren am Strand zu fotografieren nicht entgehen lassen kann, machen wir noch eine längere Pause, mit dem Ergebnis, das ich jetzt hier noch mehr Affen Bilder posten kann.:mrgreen:

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Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir unsere immernoch einsame Bleibe.
Wie so oft stelle ich mal wieder fest: „IT was a good day!“

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Nach 3 Nächten allein im 20 Bett Dorm wobei wir weil der Angestellte auch nie da war sagen können wir waren GANZ allein wird es Zeit wieder zurück nach Bangkok zu fahren.
Immerhin ist der Typ der hier arbeitet heute mal anwesend um uns zu verabschieden. 🙂

Mit dem Minibus geht es dann wieder nach Bangkok, schließlich steht ja mein letzter Zahnarzt Termin noch an.

Also Daumen drücken, das die Entzündung endlich abgeklungen ist.

Vorher mache ich aber nochmal einen Tag Pause im Ubaan Guesthouse, quatschen mit Joy und anderen Gästen und liege einfach ein wenig auf der faulen Haut.

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