Wie ich mal möglicherweise dabei war wie sich Frauen schwanger gebadet haben

Die Sonne geht langsam auf über Georgetown, in den Straßen der Stadt herrscht noch kaum Verkehr und alles ist still und friedlich.

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Nur ein Geräusch passt nicht ganz ins Bild……klack, klack, klack, klack, klack,klack…….
Familie Jobst ist unterwegs zum Hafen wobei ein Familienmitglied (welches anonym bleiben möchte) den Rucksack mal wieder nicht trägt, sondern lieber über den Gehweg zieht.
Pünktlich um 7 Uhr sind wir am Fährhafen, ich verstehe zwar nicht ganz warum wir eine Stunde vor Abfahrt hier seien sollen aber so früh am Morgen fehlt mir auch die Lust darüber nachzudenken.
Wir sind bei weitem nicht die einzigen, die heute die 3 stündige Fahrt auf sich nehmen wollen, nach einem freien Sitzplatz sucht man in der Warte Halle auf jeden Fall vergebens.
Zum Glück müsse wir nicht ganz so lange warten, bis der weg zum Boot freigegeben wird.

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Nach dem das ganze Gepäck auf dem oberen Deck verstaut ist und alle Passagiere im unteren Deck der Fähre Platz genommen haben wird die Klimaanlage angeschaltet.
Anscheinend hat der Kapitän erfahren, daß sich 3 Harzer mit an Bord befinden und hat die Klima auf winterliche -20 Grad gestellt damit wir uns wie Zuhause fühlen.
Lange halten wir die winterliche Temperatur nicht aus und wir suchen uns einen Platz auf dem Oberen Deck.
Hier hat man zum einen die Möglichkeit draußen zu sitzen,  was auf Dauer aber auch nicht das Gelbe vom Ei ist oder in einem nicht ganz so kalten kalten Bereich der Fähre zu sitzen.
Ein anderer Vorteil am Oberdeck ist, daß es nicht ganz so voll ist.
Also machen wir es uns hier gemütlich und schauen das „wirklich spannende“ Bordprogramm.
Ich hab keine Ahnung, wie der Film heißt und hab auch nur die Hälfte mitbekommen aber ich denke den Streifen, der hier in Dauerschleife läuft  kann man auch ohne weiteres auf Tele5 bei den „Schlechtesten Filmen aller Zeiten“ zeigen.
Da ich ja schon lange eine Schwäche für schlechte Filme habe wünsche ich mir wenn ich wieder in der Heimat bin zu Weihnachten oder zum Geburtstag die DVD mit den 2 asiatischen Kids und dem nicht gerade cleveren blonden Riesen Barny, der sogar ganze Flugzeuge zerbrechen kann.😂

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Nach 3 Stunden erreichen wir dann auch Langkawi.
Die Insel, die für ihre schönen Strände, Adler und vor allem für zollfreies Einkaufen bekannt ist.

Weil ich ein wenig zu spät entschieden habe waren die Bungalows, die ich auf booking.com gefunden hab schon ausgebucht.
Die einzige für mich passable Lösung war er zu erst für 3 Nächte ein Zimmer direkt in Kuha (dem Ort in dem der Fährhafen ist) zu buchen und uns für die nächsten Tage dann einen Bungalow in Pantai Cenang zu reservieren.

Vom Hafen sind es bis zum „Best Seven Inn“ in dem ich ein Familienzimmer gebucht habe etwa 2 Kilometer.
Also für uns ein Klacks sie Strecke zu laufen.
Das Hotel ist zwar recht einfach und vorallem unser Zimmer ist winzig klein, dafür merkt man aber gleich, das alles pikobello sauber ist und die Leute an der Rezeption sind unglaublich freundlich und fast übereifrig, um den Gästen auch ja alles recht zu machen.

Das müssen sie allerdings auch wirklich sein, weil da die Liste der tollen Sachen hier auch schon aufhört.
Die Lage des Hotels oder besser gesagt, der ganze Ort ist nämlich nicht gerade berauschend.
Anscheinend ist Kuha nur ein Ort an dem die Fähre hält und Jeder mal schnell zollfrei Einkaufen geht um ein paar Stunden später die Insel wieder zu verlassen.
Dem entsprechenden enttäuscht sind wir von diesem Städtchen auch.
Was soll man hier nur 4 Tage lang machen?

Gesehen haben wir nach einem Tag auf jeden Fall alles wichtige, neben den vielen Duty-Free Shops, gibt es auch einen großen nicht sehr spektakulären Park und natürlich die riesige Adler Statue, die wir schon bei unserer Ankunft vom weiten gesehen haben.

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Um die nächsten Tage hier ohne das Langeweile aufkommen zu überstehen frage ich an der Rezeption nach Angeboten für Touren, die man Unternehmen kann.
In die nähere Auswahl schaffen es bei mir dann eine Halbtägige Insel Tour, immerhin ist Langkawi zwar die größte aber nicht die einzige indem auf diesem Archipel stehen noch 98 andere Inseln zur Auswahl.
Zu erst muss ich aber noch mit den Eltern, die in der Nähe in einem Restaurant sitzen abklären ob es für sie in Ordnung geht, wenn ich die Tour buche.
Weil ich mich mit der Entscheidung beeilen muß, mache ich mit dem Hotelbesitzer aus, mich in spätestens 10 Minuten parallel WhatsApp zu melden.
(Ich hatte auf diese Art schon vor unserer Ankunft Kontakt mit dem Hotel).
Also nix wie ab zu den Eltern und nach einer kurzen Planbesprechung ist die Tour gebucht.

Für meinen Geschmack startet die gebuchte Tour viel zu früh aber ändern kann ich daran eh nix mehr.
Zwei Drittel der Familie sind schon losgegangen um in einem nahe gelegenen Restaurant zu Frühstücken, nur ich trödeln wie immer morgens ein wenig.
Als ich es endlich auch schaffe, das Hotel zu verlassen wobei es einzig und allein die Aussicht auf eine Tasse ist, stolper ich ziemlich planlos durch die Straßen des Städtchens.
Wo zu Geier ist dieses verflixte Restaurant???
Irgendwann gebe ich die Suche auf und laufe zurück zum Hotel.
Muss ich eben hier auf meine Eltern warten.
Als diese irgendwann auch wirklich wieder kommen, ist auch schnell klar, warum ich den Laden  (ich schreibe hier zwar immer Restaurant aber in Wirklichkeit sollte man es ehr als „rustikale Kantine“ bezeichnen) nicht gefunden habe, kurz vorher wurden nämlich fast alle Rolltore der Restaurants runter gelassen, um die Gäste vor der grellen Morgen Sonne zu schützen.

Egal, gleich werden wir abgeholt und dann beginnt ein toller Tag,  ich bin mir ganz sicher.
Wir sind nicht die Einzigen, die diese Tour gebucht haben,  außer uns wartet noch eine Belgierin, die allerdings schon seit vielen Jahren in Spanien lebt darauf abgeholt zu werden.
Die Frau, die sich als Chris vorstellt ist etwa im Alter meiner Eltern und auf Anhieb sympathisch.
Chris hat zusammen mit ihrem Mann eine Pension in der Nähe von Barcelona in der sie wie sie erzählt 6 Monate durchgehend hart arbeiten und wenn die Saison zuende ist, machen die Beiden ein halbes Jahr Urlaub.
Sie hat auf jeden Fall schon viel erlebt und wir haben auch ne Menge Zeit uns ihre Geschichten anzuhören, weil der Kleinbus der uns abholen soll über eine Stunde Verspätung hat.

Dann geht es aber endlich los, zusammen mit ein paar anderen steigen wir in ein Schnellboot, das uns an den Strand der ersten Insel bringt.
Auch wenn wir nicht die Einzigen sind, die eine solche Tour machen, ist der Strand recht schon und wir finden auch ein relativ ruhiges Plätzchen etwas abseits der vielen anderen Sonnenhungrigen.

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Nach einer Stunde geht es dann weiter.
Wir halten in einer kleinen Bucht, in der schon einige andere Boote sind.
Hier werden Adler gefüttert und man kann beobachten wie die riesigen Vögel sich elegant auf die Beute stürzen.
Dumm nur wenn die Kamera mal wieder Probleme macht und das Boot in dem man sitzt voll überdacht ist.
Ich sehe jedenfalls fast gar nichts und schaffe es auch nicht wirklich ein schönes Foto zu machen.
Ich fange langsam wirklich an mir Gedanken wegen der Kamera zu machen.
Ich schaffe es zwar immer mal das dumme Gerät ein paar Sekunden zum laufen zu bringen, irgendwelche Einstellungen im Menü sind aber mittlerweile unmöglich.
Wenn ich sage, das das blöde Teil mich langsam aggressiv macht, ist das noch weit untertrieben…..

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Als nächstes fahren wir die Insel „Pulau Dayang Bunting“ an.
Wie die Insel heißt habe ich erst später erfahren und weil ich mich vorher nur grob über die Tour informiert habe wissen wir nicht was uns hier erwartet.
Zur Sicherheit nehmen wie auf jeden Fall unsere Badesachen mit.

Nach einem etwa 600 Meter Fußmarsch erreichen wir einen See.
In dem schon eine ziemliche Horde Asiaten paddelt.
Im Wasser kann man diese gut an ihren orangenen Schwimmwesten erkennen.😂
Natürlich müssen wir auch gleich in das kühle Nass springen.
Allerdings schaffen wir es auch ohne Schwimmweste nicht unter zu gehen.
Generell ist es ziemlich lustig zu beobachten wie unbeholfen manche der Badegäste hier im Wasser treiben.😂
Nut am Rande bekomme ich mit, das der Name der Insel grob übersetzt „Insel des schwangeren Mädchens“ heißt.

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Ich nehme mir fest vor im Hotel nochmal nachzufragen, was es mit dem Namen der Insel und des Sees auf sich hat.

Nach etwa einer Stunde wird es Zeit für uns wieder aufzubrechen.
Das Boot wartet schon.
Allerdings ist unsere Gruppe nicht ganz vollständig, so kommt es, das wir zusammen mit dem Boot eine halbe Ewigkeit warten müssen, bis die verschollenen 4 Passagiere auftauchen.
Anscheinend haben die Vier an der falschen Stelle auf das Schnellboot gewartet.
Egal wir haben ja Zeit und ich konnte  diese auch wunderbar nutzen um mich über diese verflixte Kamera zu ärgern.

Nach einer sehr holprigen Rückfahrt (das Boot ist mehr über sie Wellen gesprungen als geschippert) wird es Zeit wieder ins Hostel zu gehen.

Wärend ich mir eine Auszeit im Hotel gönne ziehen meine Ellis alleine los die Stadt zu erkunden und wir treffen uns erst wieder zum Abendessen.

Der Plan für den morgigen Tag steht auch schon fest.
Wir tun uns mit Chris zusammen und lassen uns von einem der Leute vom Hotel über die Insel kutschen.

Unser erstes Ziel ist „Wat  Koh Wanrarm“ der sogenannte Lucky Tempel.
Ich freue mich riesig nach all der Moscheen und Hindu Tempel endlich mal wieder einen Buddha zu sehen.

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Dann geht es weiter, den nächsten Halt legen wir am einem Tierpark ein.
Wir sind uns aber schnell einig hier nicht rein zu gehen.
Trotzdem werfen wir einen kurzen Blick in den Eingangsbereich und mein Dad kann es einfach nicht lassen, einen der Papageien, sie hier auf einem Ast sitzen auf die Hand zu nehmen.
Ich mache schnell ein paar Fotos und schon kassieren wir einen Anschiss, weil es anscheinend nicht erlaubt ist Bilder mit den Vögeln zu machen.
Das ist für uns dann auch das entgültige Zeichen nen Abflug zu machen.
Draußen lacht unser Fahrer nur und meint das er wusste,  daß es nicht erlaubt ist Bilder zu machen.
Ich frage warum er uns nichts gesagt hat.
Die Antwort ist einfach: Hätte vorher etwas gesagt, hättenwir ja kein Foto mit dem Papageien. 😁
Recht hat er!

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Ich nutze dann auch die Gelegenheit ihn nach der Insel des Schwangeren Mädchens zu fragen.
Worauf hin er uns erklärt,  daß es 2 unterschiedliche Sagen gibt.

Eine heilige Prinzessin deren Baby nach der Geburt gestorben ist soll ihr Kind in diesem See bestattet und das Wasser gesegnet haben.
Seit dem sollen kinderlose nach dem sie in diesem See gebadet haben schwanger werden.

Die 2. Version klingt in etwa so:

Jede der 99 Inseln hat einen eigenen Gott als Beschützer, der auf die Insel aufpasst.
Diesen ist es streng verboten sich mit Menschen einzulassen.
Der Beschützer dieser Insel hat sich allerdings in ein Mädchen, das die Insel täglich besucht verliebt und weil auch diese nicht abgeneigt ist, werden die beiden ein Paar und sie wird auch schwanger.
Weil dieses aber nicht erlaubt ist versuchen alle anderen die schwangere Frau zu töten.
Um sie zu beschützen hat der Gott der Insel einen riesigen Fels in die Meeröffnung der Bucht in der sich die beiden getroffen haben gesetzt.
Worauf hin dieser nun von Bergen umgebene sichere See entstanden ist.

Wieder etwas gelernt.

Weiter geht es.
Nächster Halt ist der Geopark Langkawi.
Hier gibt es die Möglichkeit für 250 Ringgit mit nem Boot eine Stunde durch den Mangroven Wald zu schippern.
Angeblich ganz zufällig ist gerade ein Verwandter unseres Fahrers da und dieser würde uns für nur 200 Ringgit ( ca 50€ ) fahren.
Natürlich können wir bei diesem Angebot nicht Nein sagen.
Also werden wir an dem Kassenhäuschen vorbei geschleust, geben dem Man heimlich das Geld und schon kann die Fahrt beginnen.
Als erstes Halten wir an einer Fischfarm bei der wir Rochen streicheln und merkwürdige Fische dessen Namen ich schon wieder vergessen habe bewundern können.
Außerdem können wir Fische füttern, allerdings nicht einfach so in dem wir das Futter ins Wasser schmeißen.
Nein wir füttern die Tiere in dem wir Teig etwa 40 cm über der Wasseroberfläche zwischen die Bretter von Steg halten.
Worauf hin die Fische, die sich hier tummeln mit Wasser auf ihre „Beute“ schießen.
Dank Google weiß ich jetzt auch, daß wir es hier mit Schützenfischen zu tun haben und ich muß sagen ab heute sind das meine lieblings Fische.

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Dann geht es weiter durch die Mangroven bis zu einer Stelle an der schon ein paar andere Boote ankern.
Adler füttern ist mal wieder abgesagt, diesesmal mal nur mit dem Unterschied, das wir sogar etwas davon sehen und das meine Kamera sogar ausnahmsweise ein paar gute Minuten hat.
Ein tolles Schauspiel, zu beobachten wie die riesigen Vögel das Futter welches ins Wasser geworfen wird schnappen.

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Wobei es auch hier einen negativen Aspekt gibt auf den ich ehrlich gesagt nie gekommen wäre.
Aber mein Dad findet im Reiseführer ein paar Sätze darüber wie sich das Füttern der Adler negativ auf das Verhalten der Tiere auswirkt.
Weil es ja immer Nahrung im Überfluss gibt jagen die Raubvögel immer weniger und verlernen so langsam ihr natürliches Verhalten.

Logisch, aber ich hätte da wirklich nie dran gedacht.
Ich glaube langsam, das so ziemlich alles, was in irgendeiner Form mit Tieren zu tun hat, die einem nicht zufällig gerade vor die Nase laufen irgendwo auch eine negative Seite hat und nehme mir vor noch etwas mehr darauf zu achten und auch wenn ich nicht wüsste wie ich es ändern kann wenigstens darüber nachzudenken und es hier aufzuschreiben.

Dann fahren wir ein Stückchen raus aufs Meer um einen Blick auf Thailand zu werfen. (Langkawi liegt verdammt nah dran)

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Bis es zum nächsten und letzten Punkt der Mangroven – Geopark Tour geht.
Eine Höhle in der Fledermäuse leben.
Ach wenn ich echt Spaß habe durch die Höhle zu laufen, brauche ich kein Buch zu lesen um zu wissen, das die Menschen (als wir ankommen sind schon verhältnismäßig viele andere Touris hier) die hier durch latschen nicht gerade das Beste für die hier lebenden Tiere sind.
Es gibt zwar wenigsten am Eingang ein Schild, das darauf hinweist, das man leise sein soll aber das war es auch schon.
Im Gegensatz zur Dark Cave in Kuala Lumpur achtet hier Niemand darauf, ob wirklich alle leise sind und viele leuchten auch mit ihren Lampen die Tiere an oder machen Bilder mit Blitzlicht.
Uncool!
Wir für unseren Teil versuchen und gut zu verhalten.:)

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Dann ist die Boots Tour auch schon beendet und es kann weiter gehen.

Weil die heißen Quellen, die wir als nächstes ansteuern auch ehr an ein Thermalbad errinnern und es eigentlich schon heiß genug ist, entscheiden wir weiter zum Strand um Norden der Insel zu fahren.

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Schließlich sind wir ja im Urlaub hier.:mrgreen:


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