Wie ich mal Bambus geschält habe

Schon wieder müssen wir einen Ort für meinen Geschmack viel zu früh verlassen aber wir haben insgesamt nur 2 Wochen Zeit.
Weil es noch ein paar Orte gibt, die wir besuchen wollen und weil wir in spätestens 8 Tagen in Vientiane der Hauptstadt von Laos sein müssen geht es wohl nicht anders.
Als nächstes wollen wir nach Phonsavan aber weil es anscheinend keine direkte Verbindung in diese Stadt gibt planen wir vorher einen zwischen Stop in Luang Prabang.
Zu allerersten müssen wir mal aus dem Dorf raus kommen und das geht ja wie gesagt nur per Boot.
Wie schon so oft in den letzten Tagen profitiere ich davon, daß meine Begleitung sich ohne weiteres mit den Einheimischen verständigen kann.
Klar hätte ich den Ticket kauf auch alleine hin bekommen aber ich hätte mit Sicherheit versucht mich mit zu den anderen Backpackern und Touristen aufs Boot zu quetschen als dieses laotisch pünktlich hier anlegt.
Dank Bonny weiß ich aber, daß es insgesamt 3 Boote gibt, die jetzt hier ablegen.
Also warten wir ab und steigen dann in das 3. nicht ganz so überfüllte Boot.
Bonny lacht sich halb tot als die Passagiere durch gezählt weden.
Das Ergebnis : 14 Leute und 5 Farang 😂

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Dann kann es ja endlich los gehen.
Unser Boot tuckert los und alles läuft soweit ganz gut,  schließlich müssen wir ja heute noch versuchen in Nong Kiao einen Minibus zu finden der uns nach Luang Prabang bringt.
Angeblich fährt einer um 11 Uhr, das sollten wir schaffen.

Wir haben schon etwas mehr als die Hälfte der Strecke da kracht es…..und der Motor klingt irgendwie anders.
Wir kommen auch nicht mehr so schnell von der Stelle.
Jetzt ist wohl der richtige Zeitpunkt um SOS zu funken, der Kapelle zu sagen, das sie bis zum Schluß spielen sollen und Frauen und Kinder von Bord zu schaffen.
Ich mache mich schon innerlich bereit mit anderen um einen Platz im eventuell irgendwo versteckten Rettungsboot zu boxen.

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Allerdings kommt es gar nicht erst soweit.
Wir steuern eine Insel auf dem Fluß an, der Kapitän geht als das Boot auf Sand gelaufen ist nach hinten in die Kajüte, kommt nur wenige Sekunden später mit einer neuen Schiffsschraube in der einen und einem laotischen Multifunktions Werkzeug  (Hammer) in der anderen Hand wieder heraus, springt ins Wasser und 5 Minuten später kann die Fahrt auch schon weiter gehen.
Glück gehabt.

In Nong Kiao ist es der einfachste Weg nur Busstation zu kommen ein Sammeltaxi nehmen.
Das kostet auch nur 5.000 Kip pro Person aber mein Boss meint, daß wir die 2 Kilometer auch laufen können.
Also laufen wir und sparen uns den Euro.
Wirklich lange brauchen wir auch nicht um die Station zu erreichen und es ist sogar noch nicht ganz 11 Uhr.
Bonny schafft es dann auch noch 2 Fahrkarten für uns zu besorgen, wir steigen in den Bus und nur Minuten später geht es ab Richtung Süden.

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In Luang Prabang heißt es dann erstmal ein Ticket für die Weiterreise nach Phonsavan kaufen bevor es auf die Suche nach einer Unterkunft geht.
Weil wir morgen recht früh weiter müssen schlage ich vor in der Nähe des Busbahnhof ein Gasthaus zu suchen.
Aber nach dem wir uns 2 Unterkünfte angeschaut haben entscheiden wir aber, daß es wohl doch die günstigste Variante ist, wieder ins Sisombath Guesthouse zu gehen.
Natürlich laufen wir die 3 Kilometer dort hin, schließlich wollen wir ja Geld sparen.
Außerdem freut man sich im Guesthouse uns wieder zu sehen.:mrgreen:

In Luang Prabang kenn wir uns ja mittlerweile bestens aus, wir gehen also abends auf den Nachtmarkt, essen eine Kleinigkeit und decken uns mit Proviant für die morgige Fahrt ein.

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Der Minibus nach Phonsavan soll um 9.30 Uhr starten.
Beim Kauf der Tickets wurde uns gesagt wir sollen spätestens um 9 Uhr da sein, was für uns heißt, das wir 8.30 Uhr das Hostel verlassen und Richtig Busbahnhof laufen.
Natürlich hätte man auch ein Tuktuk rufen können, das uns für 25.000 Kip dort hin bringt aber laut Bonny ist das viel zu viel.
Also laufen wir los.
Auf halber Strecke hält meine Reiseleiterin dann doch ein Tuktuk an und sie schafft es den Preis bis auf 8.000 runter zu handeln.
Pünktlich um kurz vor Neun sind wir da.
Jetzt heißt es nur noch warten.
Warten, warten, warten.

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Mittlerweile ist es schon kurz nach 10 aber bewegt hat sich immer noch nichts.
Ganz ehrlich, wenn ich nicht im Urlaub wäre,  würde ich mich jetzt ärgern.
Aber was solls, ich habe ja noch ein paar Monate Zeit.
Bonny nutzt die die Wartezeit um noch mehr Proviant zu organisieren und ich gucke halt ein wenig in der Gegend rum.
Kurz vor 11 gibt es dann endlich ein wenig Aktion.
Waren wir bis eben noch nur 5 Leute die auf die Abfahrt gewartet haben sind wir jetzt 13, weil ein Sammeltaxi mit insgesamt 8 Leuten eintrudelt.
Jetzt ist auch klar, warum wir noch nicht losgefahren sind, der Fahrer hat auf diese Acht Leute die alle von ihren Hotels abgeholt wurden gewartet.
Zum Glück waren Bonny und ich pünktlich hier, weil wir uns so recht gute Plätze in dem Wagen sichern konnten.
Weil es fur 13 Leute in einem Kleinbus mit 12 Plätzen für die, die hinten sitzen müssen ziemlich ungemütlich sein kann.
Einige der Neuankömmlinge meckern auch ganz schön über den Umstand aber es nützt alles nix, wenn sie mit wollen, müssen sie zusammen rutschen.
Außerdem sollten wir meckern, weil wir schließlich ne halbe Ewigkeit hier warten mussten.
Egal, jetzt geht es ja endlich los.
Angeblich soll die Fahrt 7 Stunden dauern, was ich mir fast nicht vorstellen kann, weil es sich nur um eine Strecke von etwa 270 km handelt.
Aber ich lass mich ja gerne überraschen.

Nach etwa einer Stunde Fahrt bin ich mir schon nicht mehr sicher, ob wir es überhaupt in der Zeit schaffen bis ans Ziel zu kommen.
Wenn wir mal schneller als 50 km/h fahren ist das schon viel.
Die Straße ist zwar größten Teils für Laos ganz ok aber im Prinzip geht es immer nur über Serpentinen bergauf und bergab.
Immer hin die Aussicht ist klasse und weil wir so langsam unterwegs sind gelingt es mir ein paar recht ordentliche Fotos vom Leben hier in den Bergen und der Umgebung zu machen.

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Nach etwa 2,5 Stunden man kann es kaum für möglich halten werden wir noch langsamer.
Ok genau genommen kann man sagen wir bleiben stehen und weil Pausen ja auch mal sein müssen steigen wir aus.

Zum Glück haben wir uns ja so gut mit Essen eingedeckt es ist sowieso für mich Zeit einen kleinen Snack zu nehmen.

Ich frage Bonny nach etwas zu essen und sie gibt mir ein Stöckchen.
Eigentlich wollte ich ja was essen und nicht mit den Hunden die hier rumlaufen aportieren üben.

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Das Stöckchen das ich bekomme ist ein mit Klebereis  (sehr sehr beliebt in Laos) und irgend welchen roten ich glaube Früchten gefülltes Bambus Rohr.
Bonny erklärt mir,  das sie es in Thailand „Khaow Lhaam“ nennen.
Wenn man dieses Stöckchen schält kommt also ein echt lecker Snack zum vorschein.:mrgreen:

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Dann wird es Zeit weiter zu schleichen.
Die Berge und Serpentinen nehmen einfach kein Ende.
Nicht so schlimm,  wir haben ja Zeit.

Es wird schon langsam dunkel als wir Phonsavan erreichen.
Gebucht haben wir mal wieder nichts aber Bonny hat wie immer schon im Vorfeld Preise verglichen und nach Unterkünften Ausschau gehalten.
Es gibt insgesamt 3 Hotels die es in die engere Auswahl geschafft haben und diese Drei wollen wir jetzt abklappern.

Allerdings kommt es gar nicht erst so weit, weil wir auch hier von Leuten die uns ein Zimmer in Ihrem Gasthaus verkaufen wollen in Empfang genommen werden und einer von denen ein so gutes Angebot macht, das wir entscheiden uns sein Hotel wenigstens erst mal anzuschauen.

Schnell steht fest, wir schauen nicht nur, wir bleiben!

Jetzt gilt es nur noch  den morgigen Tag zu planen.
Phonsavan ist bekannt für die „Ebene der Tonkrüge“ und diesen Ort wollen wir morgen besuchen.
Allerdings sind die Preise für eine Tour dorthin extrem teuer und auch wenn ein Laden uns ein relativ gutes Angebot macht findet Bonny, daß es mit Sicherheit einen günstigeren Weg gibt.

Also heißt es weiter schauen…….
Weil es im Hotel gratis Fahrräder zu leihen gibt schlägt si vor,  einfach mit dem Rad dort hin zu fahren.
Ich glaube aber nicht, daß das möglich ist weil wir insgesamt wenigstens 70 km zurücklegen müssten und die Räder in einem Ziemlich schlechten Zustand sind.
Die einzige halbwegs günstig und vernünftige Lösung Schein es zu sein Einen Motorroller zu mieten.

Der Plan steht also fest, morgen düsen wir mit nem Scooter durch die Gegend.


2 Gedanken zu “Wie ich mal Bambus geschält habe

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