Wie ich mal in „kubanischer Währung“ bezahlt habe

Das Frühstück ist gar nicht schlecht was aber nicht allein der Grund dafür ist, daß wir uns ordentlich die Bäuche voll schlagen.
Laut Bonny ist Laos viel teuer als Thailand  (ich merke davon ehrlich gesagt recht wenig) und um dem Preis für das Frühstück gerecht zu werden (30.000 Kip) müssen wir einfach ordentlich reinhauen.
Geld ist sowieso ein großes Thema, weil mein Boss bei allem und jedem schaut ob es nicht günstiger geht.
Aber ich profitiere ja nur davon und weil ich anscheinen sowieso täglich irgendwo Geld finde sehe ich die Sache ein wenig lockerer.
Neben dem üppigen Frühstück gelingt es uns auch eine „Karte“ der Gegend und ein paar gute Tips für die nähere Umgebung abzustauben.
Es ist zwar mal wieder etwas kalt heute aber einem erlebnisreichen Tag steht im Grunde nix entgegen.

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Nach dem Frühstück packen wir also ein paar Sachen ein und laufen los.
Es wäre zwar auch möglich und gar nicht so teuer Fahrräder zu leihen aber mein Boss entscheidet, das es noch billiger ist zu laufen.

Also wandern wir los.
Noch ist es recht nebelig und kalt aber ich bin mir sicher, daß sich das Wetter im laufe des Tages noch ändert.
Wir sind die meiste Zeit allein auf der staubigen Straße unterwegs links und rechts ragen Berge und Felsen in den Himmel es ist ganz still im um uns herrum im Dschungel und wir mitten drin und genießen die Ruhe.

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Nach etwas mehr als einer halben Stunde erreichen wir eine kleine Hütte
wir haben ja schon vorher gehört, das man um die Dörfer und die Höhlen in der Nähe zu besuchen einen kleinen Obolus zahlen muß, der den kleinen Gemeinden zu gute kommt.
Da zahlen wir natürlich gerne und auch wenn Bonny mittlerweile keine Höhlen mehr sehen kann, bestimmt der Boss, das wir bevor wir die Einheimischen besuchen zuerst einen Abstecher in eine solche machen.

In Laos bin ich der Caveman!😁

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Ich hab sogar extra meine Stirnlampe mit gebracht wobei ich kurz nach dem wir die Unterwelt betreten  zu der Erkenntnis komme, das ich vielleicht gar nicht so schlecht wäre,  hätte ich auch ein paar volle Batterien mit eingepackt.
Egal, die Handy Lampe tut es auch und so groß,  das man verloren gehen kann ist die Höhle auch nicht.

Über eine kleine Brücke geht es dann weiter, bis wir das erste Dorf erreichen sind es noch ein paar Kilometer.
Wir laufen also gemütlich bis zu einer Kreuzung.
Nach längeren Beratschlagen und intensiven studieren unserer Karte entscheiden wir nach rechts zu gehen.

Auf dem weiteren Weg haben wir gleich 2 merkwürdig Begegnungen.
Zu erst läuft uns dieses kleine Kerlchen über den Weg.

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Und wärend ich noch wild dabei bin zu versuchen ein ordentliches Foto von fertig Gottesanbeterin zu machen, kommt ein ein Typ mit Rucksack den die Straße entlang.
Wie sich herausstellt ist es ein Tscheche und auch wenn Bonny anderer Meinung ist finde ich den Typen merkwürdig.
Merkwürdig hin oder her, eins ist er auf jeden Fall, völlig Plan los.
Er fragt uns nach dem Weg in eines der Dörfer und ich bin mir sicher, daß er an der Kreuzung an der wir nach rechts gegangen sind nach links gehen muß.
Er allerdings ist unsicher.
Ich zeig ihm noch mal auf der Karte wo wir sind und wo er hin möchte (er kam uns übrigens entgegen) und sage noch mal, daß ich sicher bin, das er weiter gehen und an der Kreuzung nach links gehen muß.
Der Typ zückt einen Zettel und Sekunden später ist klar, daß er die selbe Karte auch hat.
Umso mehr stellt mir die Frage wo das Problem liegt, auf einem Plan auf dem im Prinzip eh nur 2 Wege eingezeichnet sind hat man ja eine 50% Chance den richtigen Weg zu nehmen auch ohne lange zu lamentieren.
Unschlüssig ist er trotzdem noch und ich habe fast das Gefühl es wäre ihm am liebsten,  das wir ihn an der Hand nehmen und zusammen in sein Dorf trotten.
Den gefallen tun wir ihm aber nicht, weil wir ja in den Ort wollen aus dem er gerade kommt.

Wärend wir also noch alle 3 ziemlich doof auf dem Weg rum stehen kommt eine alte Frau mit einem großen Bündel voll Holz den Weg entlang.
Der Tscheche sieht seine Chance sich endlich mit jemand kompetenten zu unterhalten und fragt das Mütterchen nach dem Weg.
Die Frau versteht wie nicht anders zu erwarten kein Wort.
Ist aber sehr nett und nickt ständig.
Das scheint dem Typen aber zu reichen und obwohl die Omi in die Richtung weiter läuft aus der er gerade gekommen ist, geht er einfach mit der alten Frau mit.
Sein Dorf findet er in der Richtung zwar ganz sicher nicht aber das soll jetzt mal nicht meine Sorge sein.

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Wir finden unseres nämlich und gönnen uns dort erstmal eine Pause.
Natürlich machen wir auch ein paar Bilder. 😉

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Jetzt steht für uns das nächste Dörfchen auf dem Programm wo es lang geht wissen wir, allerdings muss zu erst ein Fluß überquert werden und weil dieser an der Stelle an der unser Pfad auf ihn trifft verdammt tief ist und wir keine Lust haben eine flache Stelle zu suchen balancieren wir über einen für meinen Geschmack etwas zu schmalen Baumstamm.

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Zum Glück bleiben wir beide trocken und nach einer etwa 40 minütigen Wanderung  (mitlerweile heizt uns die Sonne auch ganz schön ein) erreichen wir das 2. Dorf.

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Bonny unterhält sich hier und da mit ein paar Einheimischen und ich stehe daneben und versuche inelegant zu gucken.
Ich finde das gelingt mir auch ganz gut, mein Boss ist da aber sicher schon aus Prinzip anderer Meinung.

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Auf dem Rückweg treffen wir dann am Fluß auf 2 Deutsche.
Weil die beiden Orte in denen wir die letzten Tage verbracht haben doch recht klein und die Anzahl der Besucher auch ziemlich überschaubar ist, kennen wir uns schon.
Die beiden haben sich Fahrräder geliehen und überlegen wie sie am besten den Fluß überqueren.
Der Baumstamm fällt auf jeden Fall aus.
Bonny und ich wagen es ein zweites mal über die schmale „Brücke“ zu balancieren und auch dieses mal geht es auch wenn ich auf den letzten Meter stark ins trudeln gerate gut.
Wir reden kurz mit dem Pärchen und nach kurzer Zeit entscheiden die beiden wieder zurück zu fahren.
Gut, das ich auf den Boss gehört hab und gelaufen bin, nach Aussage der Beiden lassen sich die Fahrräder auch nicht gut fahren.
Laufen war da auf jeden Fall die bessere Wahl.
Wir entscheiden über die Reisfelder wieder zurück zu laufen.
Schließlich geht in etwa 2 Stunden die Sonne unter und wir wollen dieses Schauspiel von einem Aussichtspunkt in der Nähe von Muang Ngoi Kao aus beobachten.

Auf dem Rückweg gibt wie schon den ganzen Tag einige nette Begegnungen und vieles zu entdecken.
Weshalb wir auch ziemlich spät die Abzweigung zum Aussichtspunkt erreichen.

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Natürlich steht am Fuß der Berges auf den wir steigen möchten eine kleine Hütte und natürlich sitzt in dieser Hütte auch Jemand,  der Geld von uns haben möchte.
20.000 Kip sollen wir zahlen.
Das Problem ist allerdings, daß wir nur noch 100.000er haben und der Kassierer nicht genug Wechselgeld hat.
Jetzt ist guter Rat teuer.
Bonny diskutiert ein wenig mit dem Man, allerdings ohne viel zu erreichen.
Da kommt mir eine Idee.
Ich biete dem Typen an Stelle von Geld zwei meiner thailändischen Zigarren an.
Bonny schaut zwar etwas skeptisch aber der Typ springt voll drauf an.
Jetzt sind wir seine Besten Freunde und müssen natürlich bis auf die Zigarren und 2.000 Kip die wir gerade noch so zusammen kratzen konnten nichts weiter bezahlen. 😁

Der Aufstieg bis zur Aussicht ist zwar nicht ganz so weit aber dafür ist der Weg Bach oben um so schwieriger.
Ich würde das was wir hier machen nicht als hoch gehen, sondern eher als hoch klettern bezeichnen.
Dafür gibt es auf halber Strecke einen Abzweig zu einer Höhle. :mrgreen:
Natürlich nehme ich den Umweg gerne in kauf.
Im Gegensatz zu Bonny, die mittlerweile wirklich gar keine Lust mehr auf Höhlen aller Art hat.
Egal, schaue ich mir diese eben schnell alleine an!
Der Caveman in seinem Element! :mrgreen:
Ich mache extra ganz schnell nur ein paar Bilder, wundere kurz und flitze dann wieder zurück zu meiner thailändischen Begleitung.
Immerhin wartet der Sonnenuntergang nicht auf uns.
Oben angekommen ist die Aussicht zwar wirklich nicht übel, aber ein großer Berg versperrt die Sicht auf das Schauspiel am Himmel und was mich noch etwas mehr stört sind die 8 Australier, die sich hier oben auf dem schmalen Fels eingerichtet haben und nicht gerade leise sind.
Schön ist es trotzdem irgendwie.

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Dunkel ist es als wir wieder zurück am Bungalow sind.
Jetzt wird es Zeit sich auszuruhen und Pläne für unsere Weiterreise zu machen.
Außerdem sollten wir noch einen gemütliches Plätzchen wo wir etwas essen können Suchen.

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Gefunden!


2 Gedanken zu “Wie ich mal in „kubanischer Währung“ bezahlt habe

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