Wie ich mal drei nackte Fischer erschreckt hab

Heute wollen wir weiter, schließlich war im Stefan Loose von 2 Fischerörfern die Rede.
Das andere Dorf heißt Muang Ngoi Kao und ist nur mit dem Boot zu erreichen.

Das die Boote von der anderen Seite des Flusses ablegen haben wir schon am ersten Tag festgestellt und auch wenn ich am liebsten noch eine Woche hier auf der Terrasse vom Bungalow in der Hängematte liegen würde müssen wir weiter.
Schließlich ist Bonny heute Boss.;)
Die Sachen haben wir schnell gepackt, nach dem Frühstück Schultern wir also unsere Rucksäcke und überqueren die Brücke.

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Ganz nebenbei fällt mir mal wieder auf wir gerne ich mit der Thailänderin unterwegs bin, wenn sie mit ihrem Rucksack an dem eine kleine Weltkugel baumelt neben mir läuft fühlt es sich richtig gut an ausnahmsweise mal nicht alleine zu reisen.

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Wir kaufen noch eine riesige Ladung Obst und gehen dann zur Anlegestelle.
Hier ist ganz schön was los aber mein Boss hat alles im Griff.
In Null Komma nix haben wir unsere Boots-Tickets 25.000 Kip kostet ein Ticket für die etwa 20 km von Nong Khiew nach Muang Ngoi Kao.
In einer halben Stunde geht’s los.

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Auf dem Boot sitzen Bonny und ich nicht auf den weichen gepolsterten Autositzen bei den anderen Farang sondern hinten mit den Einheimischen auf einem Brett.
Ich weiß nicht ob es Zufall oder Absicht ist, daß wir hier gelandet sind aber ich finde es auf jeden Fall um einiges cooler.
Als wir ablegen und lostuckern wird Bonny von einer alten Frau die unsere Tüte voll Obst entdeckt hat angesprochen.
Die Thailänderin übersetzt kurz danach für mich und erklärt, daß die alte Frau auch gerne mal wieder Orangen essen möchte aber leider nicht genug Geld hat um sich Obst zu kaufen.
Was bleibt uns da anderes übrig als der Frau die Hälfte von unseren Orangen abzugeben? !

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Wir fahren nicht ganz 2 Stunden auf dem Nam Ou bis wir das kleine Dörfchen erreichen.
An der Anlegestelle werden wir schon erwartet, immer hin kommen gerade etwa 10 neue potentielle Kunden für Gasthausbesitzer angeschippert.

Gleich der erste macht uns ein großartiges Angebot.
Seine Bungalows sind natürlich mit Blick auf den Fluß und direkt hier beim Bootsanleger und das ganze für umgerechnet 6$ pro Nacht.
Weil Bonny noch zögert erkläre ich mich kurzerhand zum Boss und entscheide, daß wir hier bleiben Schließlich hat der Bungalow nicht nur einen wie ich finde unschlagbaren Preis und ne grandiose Aussicht, wir haben sogar eine Hängematte! 

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Bis vor ein paar Jahren gab es in dem Dörfchen nicht ein mal Strom.
Das hat sich mittlerweile aber geändert auch merkt man, das aus dem Fischerdorf langsam ein Touristendorf geworden ist.
Im Grunde hat sich das kleine Dörfchen noch seinen Charme erhalten und die Anzahl der Besucher ist noch überschaubar aber wenn man bedenkt wie klein das Dörfchen ist, ist die Auswahl an Gasthäusern und Restaurants doch recht groß.

Weil wir für heute noch keine weiteren Pläne haben, schlendern wir ein wenig durchs Dorf und schauen uns um.

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Lange brauchen wir nicht gerade dafür und als wir das Ende der Ortes erreicht haben entscheiden wir in Richtung Fluß abzubiegen.
Auch wenn es noch nicht der große Fluß ist erreichen wir schon nach ein paar Metern das Wasser.
Schon vom weiten sehe ich das dort 3 kleine Jungs anscheinend Fische fangen.
Als mich der erste der Drei sieht ruft er „Farang!“ und geht erst mal in Deckung.
Seinen 2 Kumpels ist es anscheinend nicht so peinlich, wenn ein Weißer vorbeikommt und sieht wie sie nackt versuchen Fische zu fangen.
Auf jeden Fall verstecken sie sich nicht.
Bonny geht einfach zu den 3 kleinen Fischern und erzählt mit ihnen während ich doch etwas weiter entfernt stehen bleibe.
Ich muß die kleinen Scheißer ja nich noch mehr erschrecken.
Allerdings dauert das Gespräch nicht lange, ich verstehe zwar kein Wort von dem was dort erzählt wird aber anscheinend sind die Kinder ganz schön frech.
Wärend Bonny und ich langsam weiter gehen konzentrieren sich die kleinen Scheißer wieder aufs Fische fangen.
Bonny erzählt mir, das einer der Jungs ihr ein nenne wir es mal „unmoralisches Angebot“ gemacht hat.
Sie ist jedenfalls ein wenig schockiert wie frech die Gören waren.
Ich finde es  irgendwie lustig.
Sage ihr aber auch, das ich sie rächen werde und peinliche Bilder von diesen kleinen Lustmolchen in meinem Blog poste.

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Als wir den Fluß dann erreichen ist die Sache im Prinzip schon vergessen, wir lassen Steine übers Wasser hüpfen, erfrischen uns ein wenig in dem kühlen Nass und als wir eine schöne Stelle am Ufer finden packe ich alles was sich in den letzten Tagen an Lebensmitteln in meinem Rucksack gesammelt hat aus und wir machen ein Picknick.

Wie ich finde, wieder einer dieser perfekten Momente.

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Als es irgendwann Zeit ist wieder zurück zu gehen beschließen wir dieses mal zu versuchen am Fluß entlang zu laufen.
Auch wenn ich nicht wirklich glaube das es geht, einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.
Wir laufen also gemütlich Richtung Dorf und was sehe ich plötzlich am Boden liegen?!
Geld!!!
Da liegt einfach so mitten im nichts eine 1.000 Kip Note.
Ich kann es kaum fassen, 3 Tage in Folge finde ich Geld.
Gut, 1.000 Kip sind gerade mal 11 Cent aaaaber ich habe sie gefunden.
Jetzt stellt sich uns aber trotzdem die Frage, warum hier einfach so im Nirgendwo  (einen Weg gibt es hier nicht wirklich) ein Geldschein liegt.
Ich sage zu Bonny, das vielleicht jemand das Geld als eine Art Opfergabe hier gelassen hat.
Sie glaube es zwar nicht aber weil ich mir nicht ganz sicher bin und weil es ja wirklich nur Kleingeld ist entscheide ich es wieder zurück zu legen.
Morgen finde ich sowieso wieder irgendwo welches.😂

So 100% perfekt ist der Weg nicht den wir eingeschlagen haben, so müssen wir auch noch durch einen Fluß waten um zurück zum Bungalow zu kommen.
Aber gut für den Ting Tong Farang und seine wenigstens ein bisschen Ting Tong Begleitung ist das natürlich ein lächerliches Hindernis.

Den Abend verbringen wir dann auf der Terrasse des Bungalows, nur um etwas zu essen gehen wir noch mal kurz ins Dorf.

Morgen wollen wir dann ein paar Dörfer in der Umgebung erkunden, ob wir uns dafür Fahrräder leihen oder laufen wissen wir noch nicht.
Außerdem haben wir uns für morgen Früh zum Frühstück Buffet in einem Restaurant um die Ecke angemeldet, und wir sind sicher, daß uns irgend jemand hier noch einen guten Tip geben kann.:)

Übrigens hat Bonny auch einen der Dorfbewohner gefragt ob es irgendwie üblich ist Geld Opfergaben in die Botanik zu werfen.
Die Antwort war „Nein.“


5 Gedanken zu “Wie ich mal drei nackte Fischer erschreckt hab

    1. Habe ich wirklich gesehen, als ich die Isar entlang spaziert bin.
      Allerdings hab ich den Cache nicht gesucht, weil ich zu diesem Zeitpunkt ein größeres Ziel vor Augen hatte.

      P.S. Zum Steine werfen und Männchen bauen hast du im Sommer dann ja mehr als genug Munition. 😉

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      1. Was Du auch immer für (komische) große Ziele vor Augen hast …
        Wer die Dir nur immer vor die Nase (Augen ?) setzt …

        Jedenfalls werden wir Deine Stein-Steil-Vorlage NATÜRLICH annehmen und den Doppelpaß zu gegebener Zeit POST-wendend zurück spielen.

        Wie ich mal drauf wettete … 🙂

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    1. Klar waren die Beiden schon da.
      Seit ein paar Tagen bin ich aber wieder ohne Aufsicht. 😉
      Hab mir für die nächsten Tage vorgenommen etwas mehr hier zu schreiben um wenigstens wieder halbwegs aktuell zu sein.

      Viele Grüße aus Malaysia in die Heimat!

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