Wie ich mal ne Staude Bananen spendiert hab

Nach einem weiteren entspannten Tag in Sukhothai wird es Zeit noch weiter in den Norden zu fahren.

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Immer wieder höre ich, das Chiang Mai so toll sein muss.
Also heißt es für mich nichts wie ab zum Busbahnhof, Fahrkarte kaufen und warten bis es endlich los geht.
Als der Bus kommt freue ich mich riesig, weil kaum andere Leute mit fahren, daß heißt dann 2 Sitze für mich alleine und genug Zeit meine Erlebnisse aufzuschreiben, Musik zu hören und aus dem Fenster zu schauen.
Ich freue mich riesig auf die Fahrt, die anscheinend viel konfortabler und gemütlicher wird als der VIP Bus.:)

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Kurz bevor der Bus startet steigt noch ein letzter Gast ein und ich erkenne ihn sofort.
Der gesprächige Holländer Aht hat sich anscheinend das selbe Ziel für heute ausgesucht nach einer freudigen Begrüßung setzt sich Aht natürlich gleich zu mir.
Es gibt viel zu erzählen……

Fünf Stunden später erreichen wir Chiang Mai.
Aht hat eine Unterkunft im Zentrum der Altstadt gebucht, meine neue Bleibe ist etwas weiter weg, weshalb sich unsere Wege hier trennen.
Ich überlege kurz ob ich die etwa 4 Kilometer bis zum Hostel laufe, entscheide mich dann aber für den bequemen Weg und nehme ein Tuktuk.
„@Box Hostel“ ist der Name meiner neuen Unterkunft und anscheinend ist dieses Guesthouse noch recht neu weil keiner der 3 Tuktuk Fahrer die hier zusammen stehen weiß wo das sein soll.
Zum Glück hab ich es mir angewöhnt nach der Buchung einer Unterkunft mir die ungefähre auf der Karte zu markieren wo ich hin muß.
Ich Zeige also dem Fahrer wo ich hin möchte, und wir fahren los.
Alles kein Problem!
Er findet das Hostel zwar nicht aber immerhin bringt er mich in die Nähe meiner Unterkunft und ich kann die letzten paar Meter laufen.

Das @Box Hostel war auf jeden Fall die richtige Wahl!
Das Hostel gibt es erst seit 2 Monaten, alles ist neu, sauber und Amy die Chefin hier ist einfach nur großartig.
Hier lässt es sich auf jeden Fall aushalten. 🙂

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Nach einem ruhigen und entspannten Tag wird es Zeit Pläne zu machen.
Im Hostel gibt es Unmenge an Prospekten von Touren und Ausflügen die man in Chiangmai buchen kann.
Ich finde ein im Vergleich zu den anderen relativ günstiges Angebot, für 1900 Baht ( etwa 47 Euro) eine Tagestour mit Wandern, Wasserfall, Bambusfloß fahren, Wildwasser Rafting und Elefanten baden.
Klingt spitze und schnell steht für mich fest, daß mache ich!
Ich gehe also mit dem Prospekt zu Amy und frage ob sie mir die Tour für morgen buchen kann.
Klar kann sie das und nach einem kurzen Telefonat mit der Argentur, verkündet sie mir, das sie einen Rabatt rausgeschlagen hat.
So kommt es, das auf meiner Quittung zwar 1900 Baht steht ich aber nur 1600 bezahlen muß 🙂

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Für meinen Geschmack geht die Tour viel zu früh los…..Aber bei dem straffen Programm geht es wohl nicht anders.

Ich bin der letzte der abgeholt wird.
Außer unserem klasse Guide „Penny“ sind noch 4 Britten und 3 Amerikaner auf dem Picup.

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Besonders die Amis haben noch größere Probleme als ich mit dem frühen Start der Tour weil es für die 3 gestern wohl ein sehr süffiger Abend war.
Nach einem kurzen Stop an einem Markt, den ich nutze um mir nen Kaffee zu besorgen werden wir erstmal alle beschriftet.
Unser Guide hat nämlich anscheinend ein genau so gutes Namens Gedächtnis wie ich.😂
Hier also (vermutlich) mein Name in Thai.

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Dann geht es zu den Elefanten.
Aller Dings sind als wir ankommen noch keine Elefanten zu sehen.
Anscheinend dürfen die Dickhäuter im Gegensatz zu mir heute ausschlafen.
Die Zeit bis die Tiere da sind wird genutzt um uns ein paar erst Einweisungen im Umgang mit Elefanten zu geben.
Zitat: „Elefanten sind wie Frauen, du must ihnen erst etwas schenken, damit sie dir vertrauen. “
Man merkt schnell wie sehr Penny für diese Tiere schwärmt und dem entsprechend detaillierte und informativ sind alle Dinge die unser Guide zu erzählen hat.

Jeder von uns bekommt eine riesen Staude Bananen und nach ein paar Minuten trudeln die Dickhäuter dann auch ein.
Zu erst kommt ein alter Elefant und kurze Zeit später 3 Elefanten Damen.

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Jetzt heißt es also erst mal Kumpel mit den Dickhäutern werden.
Jedes Tier bekommt also etwas zu futtern und auch erste zaghafte Annäherungsversuche werden gemacht.
Wo bei der alte Herr ein wenig außen vor steht, dieser Elefant ist nämlich eigentlich schon in Rente und ist eigentlich nur vorbei gekommen, weil es was zu essen gibt.
Ihm müssen die Bananen auch direkt ins Maul gelegt werden, weil der Rüssel langsam zu schwach wird.
Dann füttern wir noch einiges anderes Grünzeug.

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Dann gibt es für uns die nächste Lektion in unserem Mini Mahout Training.
Medizin für die Elefanten vorbereiten und später auch geben.

Die Spritzen sind so groß wie Feuerlöscher und die Nadeln sind gute 60 cm lang.
Klar hat man da ein wenig Hemmungen mit diesen Folterwerkzeugen auf die bis jetzt so sanften Riesen loszugehen…….
…..das war gerade natürlich nur Spaß, ich habe keine Ahnung wie Spritzen für Elefanten aussehen.
Wir verabreichen den Tieren die Medizin in Form von Zäpfchen, könnte ich jetzt genau so gut schreiben und es wäre genau so ein Blödsinn.

Die Medizin, die wir den Dickhäutern verabreichen besteht aus Salz und einer ziemlich sauren Wurzel, die wir gut in Klebereis verstecken, weil die meisten Elefanten den Geschmack nicht mögen.

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Dann wird es Zeit alles fürs Bad vorzubereiten.
Wenn ich das richtig Verstanden habe sind es Stückchen von Lianen, die wir so lange platt klopfen bis sie faserig und seifig werden.
Mit diesen Stückchen werden die Dickhäuter dann im Wasser  abgeschrubbt.

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Was echt verdammt lustig ist.
Nach dem Bad verlassen uns die Elefanten und wir bekommen unser Mittagessen serviert, bis es weiter im Programm geht.

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Eine Wanderung durch den Dschungel zum Wasserfall.
Da ich gerne zufuß unterwegs bin hab ich meinen Spaß an dem halbstündigen Marsch.
Wo bei ich von Ziel, dem Wasserfall nicht wirklich beeindruckt bin.
Ein Wasserfall eben, ich hatte schon schönere, ich hatte schon einsamere und das Wasser ist auch viel zu flach.
Kurz nach dem ich das festgestellt hab, mache ich eine erschreckende neu Feststellung: Ich werde doch wohl nicht undankbar!
Also nehme ich mir vor auch hier etwas zu suchen, das diesen Wasserfall zu etwas Besonderen macht.

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Ich finde auch ziemlich schnell etwas.:mrgreen:
Für 60 Baht werden hier Zigarren verkauft und die frisch aussehenden grünen Blätter in die diese gewickelt sind errinnern mich an echt gute Zigarren aus Myanmar die ich in Vietnam probieren durfte.
Klar, daß ich bei dem Angebot zuschlagen muss. :mrgreen:

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Als nächstes steht Wildwasser Rafting auf dem Programm und ich ärgere mich mal wieder ein wenig, das ich keine wasserdichte Kamera besitze und keine Bilder dieser wilden Fahrt machen kann.
Rafting ist super und unsere Gruppe hat nen riesen Spaß.
Es schafft auch nur einer von uns ins Wasser zu fallen, einer der Amerikaner geht an einer etwas schwierigeren Passage über Bord.
Zu recht wie ich meine, weil er sich zum Teil die ganze Zeit etwas tollpatschig anstellt.
Nach 1,5 Stunden steigen wir dann auch direkt um auf ein Bambusfloß.
Nach dem wir alle Acht auf dem Floß stehen ist es ein Bambus-U-Boot.
Die Einheimische, sie hier ist gibt uns Zeichen wir sollen uns doch hinsetzen aber wir finden die Idee nicht so toll, weil wenn wir uns setzten das Atmen schwer fallen würde.
Mit Bambus Schnorchel würde es vielleicht gehen.😂
Nach dem wir etwa 30 Meter gefahren sind stellt die Frau auch endlich fest, daß es sinnvoller wäre uns auf 2 Flöße zu verteilen.

Die Fahrt dauert keine 15 Minuten. 😂
Wie ich finde etwas zu kurz.
Aber gut, langsam wird es eh Zeit wieder zurück in die Stadt zu fahren.

Fazit : Toller Tag, viel erlebte und ich muss unbedingt mehr Zeit mit Elefanten verbringen. 🙂

Die nächsten Tage treibe ich mich in der Stadt rum, besuche ein paar Tempel, sitze in irgendwelchen Cafés und mache einfach ein paar Tage Urlaub.
In der nähe des Hostels gibt es einen Jazz Club, in dem abends immer was los ist und ich lerne wenn auch nicht viele aber doch ein paar sehr nette Leute kennen.
An dieser Stelle grüße ich mal „L“.

Ganz bekannt und auch ein „must see


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