Wie ich mal tausende Fahrräder und Vögel gesehen hab

Ich verbringe noch 2 entspannte Tage hier in Ayutthaia bis es Zeit wird weiter zu ziehen.
Als nächstes Ziel habe ich mit Sukhothai aus gesucht, eine Stadt noch etwas weiter im Norden Thailands und mit einer noch etwas älteren Geschichte als Ayutthaia.
Bis es los geht begnüge ich mich aber mit der Geschichte Ayutthaias und den Geschichten des Holländers.

Dieses mal gönne ich mir auch ein wenig Luxus und buche ein Ticket im VIP Bus.
In der Hoffnung die etwa 7 stündige Fahrt wie ein kleiner König, in einem bequemen Sessel nach Sukhothai chauffiert zu werden.
Natürlich ist bei der Buchung auch ein shuttle service zum Busbahnhof inklusive und ich bin ein wenig enttäuscht, das ich in einem alten Mercedes und nicht in einem der Space-Tuktuks zum Bahnhof gebracht werde.

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Auch weicht meine Vorstellung von VIP doch ein wenig von dem was mir hier geboten wird doch ein wenig ab.
Der Bus ist ganz normal und stoppen voll, so daß ich mich auf einen Sitz neben einem ziemlich breiten anderen VIP quetschen muss.
Immer hin gibt es Frühstück, etwas Wasser und ne Nudelsuppe zum Mittag inklusive. 😂

In Sukhothai hab ich über Hostel World ein günstiges Hotel direkt am Busbahnhof gebucht.
Der Vorteil ist ganz klar, daß ich mein ganzes Geraffel nich den Kilometer bis in die Stadt schleppen muss.
Ich mag mein neues Domizil auf Anhieb, das WLAN ist schlecht, warm Wasser funktioniert nicht aber ich habe ein riesiges Bett und ein ganzes Zimmer für mich allein.
Nach nun mehr einem Monat in Dorm Rooms ist das für mich mal echter Luxus. :mrgreen:

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Weil ich hungrig bin mache ich mich zum Einbruch der Dunkelheit auf den etwa 1 Kilometer langen Weg in die Stadt um nach etwas essbaren zusuchen und nutze die Zeit um den morgigen Tag zu planen.
Schnell ist auch klar, was ich morgen unternehme…. ich mache gar nichts!
Schließlich bin ich im Urlaub.

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Der nichts tun Plan geht auch voll kommen auf.
Gegen Mittag bequeme ich mich in die Stadt, suche mir ein Café und mache es mir bequem.
Eigentlich sind solche Lazy Days perfekt für den Blog, ich hab Zeit etwas zu schreiben und weil ich nichts unternehme muss ich nicht viel von dem Tag berichten.
Da ich mitlerweile fast einen Monat mit dem schreiben hinter hänge also die optimale Lösung.
Ich suche mir also ein gemütliches Café von dem aus ich einen schönen Blick auf die Hauptstraße habe, bestelle mir was zu trinken und schreibe ein paar Zeilen.
Wenn es nach mir geht ist der Tag hier also abgehakt und ich könnte über die nächsten Tage schreiben.
Dummerweise passiert aber doch etwas, was ich hier im Blog verewigen muss.
Ich hab ja schon geschrieben, daß alle hier wegen des Geburtstags des Königs vor ein paar Tagen gelbe T-Shirts tragen und das auf dem meisten dieser Shirts „Bike for Dad“ steht.
Heute ist es anscheinend soweit, heute ist der Tag an dem anscheinend wirklich jeder der ein Fahrrad besitzt such sein „Bike for Dad “  T-Shirt überzieht und für den König  (Dad) Fahrrad fährt.
Die Straße an der ich es mir bequem gemacht hab wird gesperrt und etwa 20 Minuten nach dem die Polizei alles abgeriegelt hat, kommen die Radler…..
Wenn ich in Norwegen auf dem Weg zum Kinnarodden sagen konnte, soviel Steinen haben wir (Cherry, Martin, der Strick und ich) noch nicht gesehen, kann ich hier und heute mit Sicherheit von mir behaupten, daß ich vorher noch nie so viele Radfahrer auf einen Haufen gesehen habe.
Über eine Stunde dauert es bis alle Radler vorbei gefahren sind und es ist wirklich von jedem etwas dabei, ob alte Omi, kleines Kind, Rennrad-Fahrer, Mountain Biker, klappriges Damenrad. ……….einfache Jeder, der etwas besitzt was einem Fahrrad wenigstens im entferntesten ähnlich sieht ist dabei.
Die Stimmung ist gigantisch und ich beneide dieses Völkchen ein wenig und frage mich ob etwas in dieser Art auch in Deutschland möglich wäre.
Erst mal brauchen wir um so etwas zu veranstalten natürlich einen König. …….. eigentlich hätte ich nach meinem Urlaub Zeit:mrgreen::mrgreen::mrgreen:

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Langsam wird es Zeit für mich wieder zurück zum Hotel zu gehen….Wobei es mit Einbruch der Dunkelheit hier noch ein Spektakel zu bewundern gibt.
Zum einen kommen die Radfahrer wieder zurück und ich habe fast das Gefühl, daß es noch mehr geworden sind.
Zum andere gibt es in bzw. über den Straßen noch ein anderes Schauspiel, das mir gestern abend auch schon aufgefallen ist.
Hunderte wenn nicht sogar auch Tausende schwarzer Vögel sind jetzt überall zu sehen.
Die Tiere sammeln sich auf Stromleitungen und Hauserdächern und machen einen unbeschreiblichen Lärm.
Man fühlt sich wirklich fast wie in einem Alfred Hitchcock Film und die thailändische Stadt Sukhothai verwandelt sich dank der vielen schwarzen krakelenden Vögel in das Städtchen Bodega Bay und man hält zwangsläufig immer die Augen offen und warter förmlich darauf, daß die Vögel gleich angreifen.
Ehrlich es fehlt nur noch die Schule mit dem Klettergerüst und ich würde mich bereitmachen bei der Evakuierung zu helfen😂
Anscheinend kennen die Vögel den Film aber nicht, weil die größte Gefahr die von den Schreihälsen ausgeht ist, daß sie einem auf den Kopf kacken.;)

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So viel also zum nix machen Tag, für morgen hab ich mir etwas Bewegung vorgenommen.

Sukhothai war im 13. und 14. Jahrhundert sozusagen die erste Haupt- und Königsstadt der Thai.
Etwa 13 Kilometer von der heutigen Stadt entfernt liegt „Alt Sukhothai“ mit vielen Tempeln und Ruinen aus dieser Zeit.
Hier im Hotel ist es möglich kostenlos Fahrräder zu leihen und weil ich gestern ja nur Zuschauer war, möchte ich heute auch mal selber mit dem Drahtesel die Straßen Thailands unsicher machen.

Nach dem Frühstück leihe ich mir also eines der Fahrräder und trete in die Pedalen.

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Auch wenn mir Linksverkehr und die brütende Hitze etwas zu schaffen macht komme ich ganz gut voran und bin auch gut drauf.
Bis ich nach etwa 4 Kilometern eine riesige Kreuzung erreiche.
Komisch, bevor ich losfahren bin hab ich auf der Karte geschaut wo ich lang muss aber an eine so große Kreuzung kann ich mich gar nicht errinnern.
Ich halte also an, zücke mein Handy und nach einem sehr langen Blick auf die Karte weiß ich wie es weiter geht.
Nach einer Stunde und einer 360 Grad Drehung erreiche ich dann auch Alt Sukhothai.
Die Idee das Rad zu nehmen war eine der Besten, die ich seit langem hatte.
Der Historische Park in dem viele der Ruinen sind ist schön aber auch schön groß da ist es praktisch wenn man mobil ist.
Neben bei schaffe ich es auch noch 2 Caches zu finden und viele Fotos zu machen.
Hier also wieder wenig Worte dafür viele Bilder.

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P.S. Diesen Text hab ich mit Wut im Bauch geschrieben, weil ich ihn dank einer Löschung beim hochlade des ersten Versuches ein zweites mal schreiben musste.
Ist jetzt auch etwas kürzer als der Erste aber gut. Eigentlich war ich so sauer, das ich gar nichts schreiben wollte,
weil ich meinem Opa aber versprochen habe, das ich heute noch was neues schreibe hier also der 2. Versuch. 🙂


4 Gedanken zu “Wie ich mal tausende Fahrräder und Vögel gesehen hab

  1. Wie ich mal ein Déjà-vu bzgl. des Artikel-Verlustes hatte.

    Was ich damals in Konsequenz mehr oder weniger konsequent anwendete: Schreiben in Editor, Alles markieren, Kopieren, Einfügen. Auch wenn man da mal wieder merkt, welch Effizienzgrab SmartPhones sind, gehen tut es dann schon irgendwie 😉

    IlPadrino.

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  2. Es ist schon toll, dass du überhaupt so lange Texte auf dem Bimmelphone schreibst. Für mich ist jede Whatsapp schon genug… Wettertechnisch bist du doch wohl auch gesegnet, oder was? Bei uns wird´s ab Freitag wieder Winter mit Schnee und Temperaturen weit unter Null. Wir sind da doch ein wenig neidisch…;-)
    LG Hermann und Jossie

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