Wie ich mal in Vietnam eine Werkstatt gesucht habe

Ich gebe jetzt einfach mal dem gestrigen viel zu langen Barbesuch die Schuld daran, daß ich heute etwas spät aus den Federn kommen.
Einen richtigen Plan für den heutigen Tag habe ich zwar nicht aber immerhin habe ich die Idee mir einen Motorroller zu leihen um auf diesen Weg ein wenig die Insel zu erkunden.
Unten in der Lobby treffe ich Bart.
Der Kanadier ist schon ein paar Tage länger auf der Insel und hat auch schon die meisten Plätze hier besucht.
Heute möchte er mit seinem Roller in den Nationalpark fahren um dort ein wenig zu wandern.
Ich finde die Idee klasse und frag ob es okay ist, wenn ich ihn begleite.
4$ kostet mich der Motorroller, ich packe schnell ein paar Sachen ein und schon kann die Fahrt losgehen.
Zu erst besuchen wir eine Höhle, die wärend des Vietnamkrieges (hier übrigens Amerikanischer Krieg genannt) von den Vietcong als Krankenhaus genutzt wurde.
Weil Bart die Höhle schon vor ein paar Tagen besucht hat macht er es sich in einem Restaurant an der Straße gemütlich, wärend ich den kleine Aufstieg zur „Hospital Cave“ gehe.
Am Eingang der Höhle muss ich ein paar Minuten warten bis die Führung beginnt.
Dieser Ort wirkt fast wie ein Bunker weil so gut wie die ganze Höhle ausgebaut wurde.

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Die Führung ist ok.
Der Guide erklärt relativ wenig, mann läuft durch leere Räume und in jedem Raum fängt der Satz den er sagt mit „And here……“ an.
„And here kitchen. “
„And here bathroom. “
„And here cinema.“
„And here….“

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„And here is the Ausgang „😁
Nach etwa einer halben Stunde Führung sitze ich bei Bart in dem kleinen Restaurant und gönne mir eine Cola.
Unser nächstes Ziel ist der „Cat Ba Nationalpark den wir auch nach eine kurzen Fahrt erreichen.
400.000 Dong Eintritt kostet uns der Spaß, dafür erhoffen wir uns nach dem Aufstieg eine wunderschöne Aussicht über die Insel.
Außerdem liegt in der Nähe des Gipfels ein Cache versteckt, in dessen Logbuch ich mich zu gerne eintragen würde.
Um auf den Berg zu kommen brauchen wir etwa eine Stunde und vor allem die Hitze macht uns ganz schön zu schaffen.
Dafür sind die Wege gut ausgeschildert und der Ausblick ist absolut traumhaft.
Oben machen wir erstmal eine längere Pause und unterhalten uns mit 2 netten Schotten, die seit ein paar Monaten mit nem Tandem unterwegs sind.
Es gibt schon verrückt Leute. 😁

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Jetzt wollen wir weiter zur Küste fahren was auch so ganz gut funktioniert bis auf die Kleinigkeite, das Bart nach dem wir ein paar Kilometer gefahren sind Einen Platten hat.
Schöne Sch….!
Wir fahren zu einer Hütte in der Nähe und der Man der dort lebt erklärt sich ernsthaft bereit uns zu helfen.
Allerdings verlangt er dafür verdammt viel Geld.
Beim Geld hört für den Kanadier der Spaß auf und er macht klar, daß er auf keinem Fall so viel bezahlen will.
Aso fahren wir ein paar Meter weiter.
Wir brauchen einen neuen Plan!
Dank Karte wissen wir das in etwa 2 Kilometern ein Dorf ist.
Wärend Bart am Straßenrand wartet düse ich also los um in dem Dörfchen eine Werkstatt zu suchen.
Ich frage im ersten Laden den ich sehe ob es hier irgendwo einen Mechaniker gibt, dummerweise versteht mich aber niemand.
Mit Händen und Füßen versuche ich zu erklären was ich möchte.
Irgendwann versteht der Vietnamese das ich von einem platten Reifen spräche und will gerade anfangen an meinem Rad rum zu fummeln.
„Nicht ich hab das Problem sondern ein Freund.“ erkläre ich wieder und wieder bis endlich bei dem Man der Groschen fällt.
Er setzt sich zu mir auf den Roller und wir fahren los.
Nach etwa einem Kilometer ist dann wirklich eine Werkstatt in sicht.
Das läuft doch wie am Schnürchen!
Ich bringe den netten Ladeninhaber wieder zurück zu seinen kleinen Shop, bedanke mich und fahre schnell wie der Wind zu Bart um ihm von der etwa 3 Kilometer entfernten Werkstatt zu erzählen.
Vorsicht fahren wir gemeinsam in das Dorf und wärend der Kanadier bei seinem Roller bleibt um dem Mechaniker auf die Finger zu schauen verkrümel ich mich und mache es mir in einem rustikalen Restaurant das wir auf dem Weg gesehen haben gemütlich.

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Ne dreiviertel Stunde dauert es bis Bart endlich auftaucht.
Der Schlauch seines Hinterrades musste gewechselt werden jetzt ist aber alles in wieder in Ordnung und wir können zurück ins Hostel fahren.
Wie immer gibt der Owner des Hostels wider ein paar Runden Reiswein aus und nach dem Abendessen wird es wie immer recht gemütlich.
Eigentlich müsste ich morgen abreisen aber weil ich mich so wohl fühle buche ich noch eine weiter Nacht hier im Catba Central Hotel.

Der nächste Tag ist weniger spektakulär.
Ich bin fast den ganzen Tag zusammen mit Bart in einer Bar gleich am Meer und genieße ein wenig das Nichtstun.
Am Abend gehe ich ne Kleinigkeit essen, wo bei mein Versuch einen Döner zu bekommen nur zum Teil als erfolgreich gewertet werden kann.
Anstelle von Salat bekomme ich nämlich auf das Fleisch im (Fladen)Brot nämlich Rühren und Ketchup.

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Ich geh also lieber wieder in das Lokal das ich schon kenne und habe dort erst ein interessantes Gespräch mit 2 netten deutschen Urlaubern die ich schon am Abend zuvor kurz getroffen hab (endlich wieder Deutsch sprechen) und später treffe ich noch 2 Holländerinnen die ich zwei Tage zuvor schon in der Bar in der wir versackt sind gesehen hab (endlich wieder holländisch sprechen).

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Morgen geht es dann mit dem Bus in die Stadt mit dem einfachen Namen Hue, wo ich mich dann wenn alles klappt wieder mit Cindy treffe.


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