Wie ich mal mit Knochen gespielt habe

Tugsuu hat ein echt schönes Haus in
einem kleinen Dorf am nördlichen Rand der Gobi.

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Außerdem kann er mit Fug und Recht von sich behaupten der Herr im Haus zu sein, weil neben seiner super netten Frau noch seine 4 Töchter hier wohnen.
Natürlich bekommen wir zur Begrüßung Zigen-Joghurt-Crackern und Milchtee.
Stolz zeigt uns Tugsuu sein Anwesen, eine kleine Werkstatt, ein Autoteile Handel und ein mongolisches Mini Restaurant gehören dazu.
Ziemlich fleißig die Familie.
Später sitzen wir alle zusammen in der Stube und trinken Bier und den guten Chinggis Gold.
Ein verdammt gemütlicher Abend, der noch besser wird als wir vom Wohnzimmer auf den Balkon umziehen.
Hier holt die jüngste von den 4 Mädchen einen Sack voll komischer Klötzchen.

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Beißa erklärt uns das es sich dabei um Schafsknochen, genau genommen um die Fersenknochen dieser Tiere handelt und das diese „mongolischen Würfel“ die sich Shagai nennen sehr beliebt sind.
Die vier langen Seiten der Knochen simbolisieren je ein Tier, so kann es sein das ein Knochen endweder ein Pferd, Kamel, Ziege oder Schaf ist.
Im laufe des Abends spielen wir 3 verschiedene Spiele mit den Knochen.
Erst schnipsen wir gleiche Tiere an einander. Dann werfen wir ne Kette und versuchen diese wieder zu fangen wärend wir so viel wie möglich Spielsteine einsammeln und zum Schluss machen wir noch ein Pferderennen. ☺

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Ich bin stolz wie Bolle, weil ich in allen Spielen verdammt gut abschneide.
Irgendwann ist es dann aber doch Zeit ins Bett zu gehen.
Wir Vier schlafen die Nacht in den Kinderzimmern und Beißa macht es sich auf dem Balkon gemütlich.
Morgen geht es leider wieder zurück nach Ulaanbaatar.

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Ich hab wirklich super geschlafen, jetzt heißt es frühstücken und Rucksack packen.
Dieses mal werden wir von Tugsuus 2 älteren Töchtern begleitet, weil für die beiden wieder die Schule los geht.
Natürlich steht zu erst noch der Besuch des Heiligen Berges auf dem Programm bevor es endgültig zurück in die Hauptstadt der Mongolei geht.

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Wärend wir versuchen den Zorgol Hairhan zu erklimmen bleiben Beißa und unser Fahrer beim Auto das mal wieder repariert werden muß.
Immerhin bis zur Hälfte schaffen wir es auf den Berg.
Wärend ich hier oben sitze, die Ruhe genieße und ein paar Fotos mache werde ich immer mehr von den hier lebenden Tauben belästigt.
Ich frag mich was diese verflixten „Friedens Ratten der Lüfte“ von mir erwarten.
Egal, ich hab nix und es gibt auch nix für die ollen Vögel.

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Es wird auch langsam Zeit wieder runter zu klettern.
Tugsuu liegt immernoch unter dem Auto und ich weder das Gefühl nicht los, dass die Reparaturen immer abenteuerlicher werden denn er fixiert gerade die beiden Vorderräder mit einem Stahlseil aber gut er wird schon wissen was er macht.:mrgreen:
Auf jeden Fall hält die Konstruktion weil wir es ohne auch nur ein einziges Rad zu verlieren bis nach UB schaffen.
So geht dieser irre Ausflug also auch zuende.
Am Hostel werden wir von Monkhtuya der Chefin von Top Tour Mongolia freudig begrüßt und nach dem wir unser Zimmer bezogen haben wird es Zeit sich von Tugsuu und Beißa zu verabschieden.

Jetzt sind wir also wieder in Ulaanbaatar und jeder von uns muss sich langsam um dir Weiterreise kummern.
Lisa möchte die Tage Richtung Heimat aufbrechen, Tatsuki will sein Visum für Russland besorgen, Andy braucht auch noch ein Visum für China und möchte dann erstmal nach Xi’an fahren und ich will nach Peking. Da ich mein Visum zum Glück schon vorher in Deutschland besorgt habe und ich UB so schnell wie möglich verlassen möchte soll es spätestens Übermorgen los gehen.


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