Wie ich mal auf einem Wüstenschiff in die Mini Gobi geritten bin

Heute haben wir viel vor, Blöderweise haben wir aber wie immer viel zu lange geschlafen.
Unseren neuen Israelischen Freunden ging es nicht besser, nur die Streber aus der Schweiz sind gestern pünktlich ins Bett gegangen und anscheinend schon lange weg.
Wie auf der Herfahrt fahren wir die ersten Kilometer zusammen um für den Fall eines Problems dem anderen zu helfen.
Nach ein paar Kilometern stehen wir auch schon vor der ersten Herausforderung.
Mal wieder ist es ein Fluß, der uns den Weg versperrt.
Sehr breit ist der Fluss nicht aber wirklich Flach scheint er nicht zu sein.
Tugsuu verschafft sich kurz einen Überblick und fällt ziemlich schnell eine Entscheidung.
Wir versuchen es.
Langsam aber mit viel Kraft bahnt sich unser Gefährt einen Weg durch das reißende braune Gewässer.
Das der UAZ nicht ganz wasserdicht macht sich gerade bei den Türen bemerkbar wo das kühle Nass fröhlich in den Innenraum sprudelt.
Allerdings nicht lange weil wir ohne Probleme das andere Ufer erreichen.
Jetzt sind die Israelis an der Reihe und wir gehen in Stellung um dieses Spektakel zu filmen.
Aller Dings zögert der Fahrer, er läuft am Fluß auf und ab und kann sich einfach nicht entscheiden.
In der Zwischenzeit kommt ein anderer UAZ angebraust der 2 Österreicher zu den heißen Quellen an denen wir die Nacht verbracht haben zu bringen.
Der Fahrer der Beiden braucht nicht so lange zum Überlegen.
Mit etwas Anlauf lenkt er den Wagen in die Fluten.
Bis über die Hälfte hat er schon geschafft doch dort an der tiefsten Stelle geht der Motor aus und das Auto bleibt stehen.
Dem Fahrer bleibt nichts anderes über als auszusteigen und durch den Fluß auf die andere Seite zu waten, wo sein Kollege schon mit dem Abschleppseil auf ihn wartet.

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In Null Komma Nix ist der Pechvogel mit seinem Auto auf der anderen Seite.
Der Fahrer der Israelis hat genug gesehen und entscheidet einen anderen Weg über/durch den Fluß zu suchen.
Auch ohne Begleitung kommen wir gut voran.
Weil wir heute noch einiges vor haben fällt die Mittagspause etwas kürzer aus.
Unser erstes Ziel ist  Kharakhorum wo wir den Budistischen Tempel Erdene Zuu besuchen.
Ach wenn ich die Namen sämtlicher Götter nach spätestens 2 Minuten wieder vergesse ist die Führung wirklich interessant.

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Nachdem wir Tempel und den kleinen Markt in der Nähe besucht haben geht es weiter ins benachbarte Museum.
Die Führung hier ist ziemlich grenzwertig, weil wir von einem Ausstellungsstücke zum nächsten gehätzt werden Un das englisch der Frau die uns hier alles zeigt ziemlich schwer zu verstehen ist.
Es gibt aber einen guten Grund warum ich gerne länger bleiben würde.
Freies WLAN!
Immerhin schaffe ich es der Familie zu schreiben das alles in Butter ist und es gelingt mir sogar eine Geschichte für den Blog hoch zu laden, bevor es weiter geht.
Unser Tagesziel ist heute die Mini Gobi und das diese gar nicht mehr so weit weg sein kann bemerkt man am besten daran, daß nicht mehr nur Herden von Ziegen, Schafen und Pferden links und rechts unseres Weges zu sehen sind.
Hier und da stehen auch immer mal ein paar Kamele in der Landschaft rum.

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Die Jurte in der wir heute übernachten gehört einem unglaublich freundlichen und lustigen älteren Paar.
Gleich nach unserer Ankunft werden wir von der alten Frau auf Milchtee und getrockneten Ziegen Joghurt ( oder so was ähnliches auf jeden Fall nicht mein Lieblings Snack) eingeladen.

Eine Stunde später stehen wir  mit einem Sattel bewaffnet vor 5 Kamelen die sich drauf freuen mit uns einen Ausflug machen zu können.
Im Gegensatz zu einem störrischen mongolischen Pferd ist das reiten auf einem Kamel viel entspannter.
Mann sitzt gemütlich oben drauf, hält sich an dem flauschigen Höcker fest und wärend man die Landschaft genießt schaukelt das riesige Tier gemütlich auf die etwa 1 Kilometer entfernten Sanddünen zu.
Das es auch anders geht zeigen uns die Kamele aber auch als wir nach etwa 1,5 Stunden kurz vor dem Camp in den Endspurt gehen.

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Nach dem Abendessen genießen wir noch den tollen Sonnenuntergang der hinter den Dünen der Mini Gobi zu beobachten ist und sitzen am letzten Abend dieses abenteuerlichen Ausflugs noch ein wenig zusammen vor unserem Ger und trinken Tee*.

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*Haben vergessen Bier und Vodka zu kaufen.


2 Gedanken zu “Wie ich mal auf einem Wüstenschiff in die Mini Gobi geritten bin

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