Wie ich mal die warscheinlich schönste Version eines albernen Liedes gehört habe

Um 6 Uhr morgens klingelt mein Wecker.
Um die Anderen Sieben mit denen ich mein Zimmer teile nicht zu wecken versuche ich mit mittelmäßigen Erfolg so leise wie möglich meine Sachen zu packen und mein Bett zu machen.
Kurz vor Sieben bin ich mit allem fertig und trinke ein letzteres Käffchen bis mein Taxi endlich kommt, welches mich 15 Minuten später am Bahnhof absetzt.
Noch 45 Minuten bis der Zug mit dem ich dieses beeindruckende Land verlassen möchte da ist.
Im Bahnhof gönne ich mir noch eine Dose Cola und wärend ich mit dieser hier herrum schländer fällt mir eine große Gruppe deutscher Touristen auf.
Ein kurzer Plausch mit den Pauschalreisenden ist drin, bevor deren Reiseleiter die Truppe weiter treibt.
Endlich kommt die Bahn, ich steige ein und suche mein Abteil und meinen Platz Nummer 15.
Das richtige Abteil zu finden ist gar kein Problem Verwirrung kommt nur auf, weil es schon mit 4 älteren Franzosen voll besetzt ist.

image

Ich versuche denen klar zu machen, das ich sicher bin das sich einer vom ihnen auf meinem Platz breit gemacht hat worauf hin sie wie wild anfangen ihre Sachen zusammen zu suchen.
Erst verstehe ich nicht ganz warum gerade diese Hektik herrscht bis mir langsam dämmert, das die Franzmänner hier aussteigen müssen.
Nach 5 Minuten sind sie endlich weg und hinterlassen mir ein zugemülltes Abteil.
Fürchterlich diese Franzosen!
Ich beginne mein Gepäck zu verstauen und ein wenig Ordnung zu machen was mir kurze Zeit später von der Zugbegleiterin abgenommen wird.
Wärend ich im Gang warte bis alles fertig ist kommt noch eine junge Backpackerin dazu.
Anscheinend teilen wir uns das Abtei.
Endlich ist unser neues Zuhause besenrein und wir können in ruhe unser Kämmerchen begutachten.
Die Begeisterung ist groß, weil dieser Zug im Gegensatz zur 3. Klasse absoluter Luxus ist.
Wir haben Fernseher, Radio, Schränkchen, Klimaanlage, Leselampen und Platz ohne Ende.:)

image

Weil niemand weiter kommt, klappen wir die oberen Kojen ein und machen es uns gemütlich.
Meine neue Begleitung heißt Mayliss, ist 25, kommt aus dem wunderschönen Frankreich und ist mir sofort sympathisch.
Da sie bis jetzt auch nur 3.Klasse gefahren ist freuen wir uns beide wie kleine Kinder über den plötzlichen Luxus.

image

Mayliss hat 2 Monate Zeit zum reisen und ihr Ziel ist Shanghai wo sie eine Freundin besuchen möchte.
Da der Zug zum Teil direkt am Baikalsee entlang fährt ist auch die Aussicht wärend der Fahrt atemberaubend.

image

Nach einigen Stunden haben wir dann die die russische Grenze erreicht.
Der Zug bleibt stehen und ab jetzt kommen alle 10 Minuten irgendwelche Grenzer vorbei die alle ziemlich kurz angebunden.
Nach etwa einer Stunde ist alles gecheckt und abgestempelt und wir dürfen weiter fahren.
Auf der Mongolischen Seite das ganze Spiel noch mal in der abgespeckten Version.  Dafür aber langsamer so daß wir auch wieder ne gute Stunde brauchen.
Bis es endlich weiter geht.
Die Zeit vertreiben wir uns mit quatschen und Musik hören und beim Thema Musik fällt Mayliss ein, dass sie ein deutsches Lied singen kann.
Ich bereite mich mental schon auf 99 Luftballons vor und weiß nicht ob ich lachen oder weinen soll als sie anfängt zu singen und das übrigens mit einem unglaublich schönen französischen Akzent „Isch bin Schnappi das kleine Krokodil, komm aus Ägypten das ist direkt am Nil. ……“
Ab heute gehört der Schnappi Song zu meinen Absoluten Lieblings Liedern. (Allerdings nur in der Mayliss Version).😂
Wir nutzen einen längeren Stop um uns die Beine ein wenig zu vertreten und treffen ein paar Belgier.
Und wie kann es anders sein die beiden fangen auch an das Schnappi Lied zu trällern.

image

Welches sie kurz zuvor aus unserem Abteil gehört haben.
Als es wieder weiter geht wird es langsam Zeit ins Bett zu gehen und ich schlafe recht fix ein.

Ich werde irgend wann wieder wach und irgend etwas stimmt nicht.
Mayliss schläft noch aber wir fahren nicht mehr.
Nach einem kurzen Blick aus dem Fenster dämmert mir, das wir am Ziel sind.
Ich wecke die Französin und fange an zu packen.
Alle anderen Reisenden sind schon weg und kaum das wir unser Zeug im Rucksack verstaut haben steht auch schon ein Mann mit nem Schild in unserem Wagon.
Auf dem Schild stehen 2 mir sehr vertraute Worte.“Patrick Jobst“.
Der pickup service vom UB Gasthouse funktioniert einwandfrei.
Mayliss hat es nicht so konfortable wie ich, sie muß ihr Hostel noch suchen.
Ich gebe ihr noch schnell meinen Facebook Daten, dann muss ich aber schon los weil der Fahrer drängelt.

Welcome in Mongolia.


2 Gedanken zu “Wie ich mal die warscheinlich schönste Version eines albernen Liedes gehört habe

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s