Wie ich mal Omul gegessen hab

Ich werde erst gegen 10 Uhr wach und das Kratzen das ich im Hals habe bedeutet sicher nichts Gutes.
Obwohl ich mich dieses mal für die Nacht schön warm verpackt habe scheint eine Erkältung im Anmarsch zu sein. 😕
Eigentlich wäre heute strahlend blauer Himmel aber weil einige Kilometer entfernt schwere Waldbrände sind und der Wind gedreht hat ist das ganze Dorf von einer dunnen Rauchwand eingehüllt.

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Ich gehe erstmal unter die Dusche mich frisch machen und dann geht es ab zum Frühstück.
Heute gibt es Spiegeleier mit Wurst und ich haue richtig rein.
Nen Plan für den heutigen Tag hab ich noch nicht und auch meine russischen Freunden sind nicht da.
Ich sitzt draußen mit nem Kaffee als die Drei ins Camp kommen und dank Google Translator erfahre ich das sie sich heute Baikal-Robben anschauen möchten und danach zum Strand.
Meine Antwort auf die Frage ob ich mit kommen möchte ist ja wohl klar und keine 5 Minuten später sitzen wir Vier im Toyota( der heute morgen übrigens nen neuen Reifen bekommen hat) und fahren los.
Nach 100 Metern sind wir auch schon am Ziel.
Wenn ich ehrlich bin dachte ich, das wir mit einem Boot raus fahren und dann Robben beobachten.
An Stelle der Baikal Bootsfahrt stehen wir nach 20 Minuten Wartezeit im einer  art Jurte an einem Becken in dem 2 Robben schwimmen.
Die beiden Tiere machen dann auf Kommando allerhand Kunststücke.
Nach einer dreiviertel Stunde ist die Show vorbei und weil es nicht erlaubt ist Bilder zu machen gibt es hier keine Fotos.
Ich bin mir nicht sicher was ich davon halten soll, einerseits machen die 2 Robben auf mich keinen unglücklich Eindruck und sind auch mit der Tiertrainerin sehr vertraut.
Andererseits hat der Gedanke das die kleinen Scheißer hier in dem Becken ihr Dasein fristen doch einen Fäden Beigeschmack.

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Von hier aus geht es dann an einen etwa 2 km entfernten Strand an dem wir wie es sich gehört den ganzen Tag nix tun.
Zwischendurch ist Kola ne ganze Weile verschwunden und kommt irgendwann mit ner ganzen Ladung Fisch wieder.
Der Fisch ist richtig lecker und ich frage was das für einer ist.
Alicia erklärt mir das es ein spezieller Fisch ist,der auf den Namen Omul hört und den es nur im Baikalsee gibt.

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Omul hab ich irgendwo schon mal gehört und wie ich darüber nachdenke wo, fällt es mir wieder ein.
Ian mit dem ich den Vodka(home made Vodka heißt übrigens Samagon) getrunken hab hat mir von dieser Spezialität erzählt.
Kann ich jetzt also auch hier ein Häkchen auf der Todo Liste machen.
Als es dunkel wird fahren wir zurück ins Camp.
Die Mädels bringen was zum knabbern, ein junges Pärchen(das neu ins Zimmer nebenan gezogen ist) macht ein Feuer.
Wir 4 lümmeln Bier trinkend in den Hängematten die hier aufgespannt sind und auf der Terrasse eines der Bungalows beginnt jemand Gitarre zu spielen.

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Ein perfekter Abend.


Ein Gedanke zu “Wie ich mal Omul gegessen hab

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