Wie ich mal mit einem schnarchenden Chinesen ein Zimmer geteilt hab

Das Wetter in Irkutsk ist traumhaft bleibt nur zu hoffen, daß ich dieses mal mein Gepäck nicht ganz so weit schleppen muss wie in Omsk.
Hinter dem Bahnhof geht es über eine große Brücke und schon bin ich mitten in der Stadt.

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Ne halbe Stunde brauche ich bis ich an der Stelle bin an der laut Karte mein Hostel sein sollte.
Nach etwas suchen entdecke ich auch eine Klingel mit der Aufschrift „Best Hostel in Irkutsk“ natürlich wird diese von mir sofort betätigt und keine 2 Sekunden später springt die Tür auf.
Ein Pfeil im Treppenhaus verrät mir, das ich nur zwei Etagen weiter rauf muss.
Oben angekommen bekomme ich gleich nachdem ich mich ordentlich vorgestellt hab meinen Schlafplatz zugeteilt.
Bevor ich das Bett beziehe aber erst mal das wichtigste, Handy raus und ab ins WLAN. 🙂
Nach dem ich Facebook, Twitter, Instagram, Watsapp und Emails gecheckt habe wird es aber endlich Zeit für einen heiße Dusche.
Frisch gewaschen und pikobello sauber wird es jetzt Zeit die Stadt zu erkunden.

Irkutsk liegt am Angara welcher der einzige Fluss ist der aus dem Baikalsee fliest.

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Natürlich gibt es hier auch eine tolle Promenade und natürlich gehe ich genau da hin.
Das Wasser ist schön klar und auf der Promenade ist richtig was los.
Überall laufen auch Matrosen z.T. mit Fahnen herrum.

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Nach einer Weile durch die Gegend spazieren entscheide ich erstmal genug gesehen zu haben und schländere langsam wieder Richtung Hostel.
Gerade als ich an einem recht großen Platz auf der Promenade vorbei komme beginnt eine Kapelle zu spielen und ohne Quatsch fast alle Leute fangen einfach so an zu tanzen.
Sogar ich bin kurz davor mit zu machen, in letzter Sekunde schaffe ich es aber doch noch die Füße still zu halten.
Ich geh ein Stück zur Seite und beobachtete das Schauspiel aus sicherer Entfernung. 😅

Zurück im Hostel wird es Zeit Pläne für die nächsten Tage zu machen.
Klar ist das ich unbedingt an den Baikalsee will, unklar ist wie ich das am besten anstelle.

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Wärend ich noch in meinem Bett liege und ein wenig im Internet surfe kommen meine 2 Zimmergenossen.
Ein chinesisches nicht mehr ganz so junges Ehepaar zieht im Doppelstockbette neben mir ein.
Ich versteh zwar nicht ganz warum aber sie (die recht kräftig gebaut ist) liegt im Bett oben.
Einer der Gründe warum ich diese Reise mache immer neue und außergewöhnliche Dinge zu sehen und ja ich finde eine doch sehr beleibt Asiatin dabei zu beobachten wie sie oben in ein Etagenbett klettert wärend ihr schlanker Ehemann unten sitzt und zuschaut ist ungewöhnlich.
Weil ich doch recht müde bin und auch keine Lust habe mir weiter Gedanken um die nächsten Tage zu machen.
Lege ich mich hin.
Lang schaffe ich es nich zu schlummern, weil der Chinese nebenan auch eingeschlafen ist und es tatsächlich schafft lauter zu schnarchen als einer der 4 sympathischen Abenteurer die vor einigen Wochen den nördlichsten Punkt auf dem europäischen Festland waren.
Keine Ahnung warum aber irgendwie hab ich nicht damit gerechnet, dass Chinesen schnarchen. Übrigens sprechen Asiaten auch im schlaf allerdings wie nicht anders zu erwarten nur chinesisch.
Ich beschließe das Beste aus der Sache zu machen und den Beitrag über Irkutsk nach dieser Situation zu benennen.
Am nächsten Tag passiert erst mal nix.
Das chinesische Ehepaar reist früh ab und ich lege einen Waschtag ein.
Ich Schnäppchen mir also all meine Schmutzwäsche und tieger in Richtung Waschmaschine.
Gerade als ich die Maschine mit meinem Krempel vollgestopft hab und nach dem Start Knopf suche kommt ein Typ, schupst mich zur Seite stellt Programm 14 ein und blafft „Only on Fourteen!!! Have you pay for it?“
Natürlich hab ich noch nich bezahlt und sage freundlich, das ich die Hundert Rubel gern berappe und gleich mit dem Geld an die Rezeption gehe.
Da der Weg von der Waschmaschine zu meinem Portmonee an der Kaffeemaschine vorbei führt und ich das arme sensible Ding ungern ignoriere.
Mach ich mir aber noch schnell nen Kaffee.
Keine  Minute später kommt der etwas eingeschüchterte Junge der die Rezeption macht zu mir und fragt ob ich bitte für die Waschmaschine bezahle.
Ich sag ihm das ich nur noch denn Kaffee trinke und ihm dann sofort die Patte bringe und alles ist im Butter.
Endlich bekomme ich auch neue Zimmergenossen, 2 recht junge Russen wovon einer wirklich ein ganz ordentlich und Grund freundlicher Typ ist.
Eine ich glaube Französin natürlich auch ne nette und nen Kanadier.
Die Bude wird langsam richtig voll.
Jetzt kommen noch 2 ich schätze mal 18 jährige Chinesinnen.
Das erste was sie sagen, als sie mit ihren riesigen Koffern das Zimmer betreten ist „Oh😮 it’s a mixed Dorm?!“
Nach dem ersten kurzen Schock bekommen sich die Beiden aber wieder ein und beginnen eifrig ihre Betten zu beziehen uns sich einzurichten.
Die beiden erzählen mir dann auch das ich unbedingt auf die Insel Olchon fahren muss und wenn dann unbedingt in das eine Hostel in das wirklich Alle fahren gehen muss.
Nach dem ich ihnen erzähle, das ich über die App mit der ich bis jetzt meine Unterkünfte gebucht habe nicht wirklich gar nichts finde bekomme ich von den beiden einen Link auf die Homepage zugeschickt, das ich direkt buchen kann.
Also schicke ich dem Hostel per Mail eine Buchungsanfrage über die nächsten 3 Nächte.
Je mehr ich mich dann mit anderen Gästen hier im Hostel unterhalte um so mehr wird mir klar, daß fast jeder
nach Olchon möchte und die Insel ausgebucht sein wird.
Also suche ich eine Alternative und ich finde auch eine.
Über ein anderes Buchungsportal finde ich in einem Dorf das den wohl klingenden Namen MRS hat eine Unterkunft für nur 800 Rubel (ca.11,50 Euro) pro Tag und das in der Haupt Saison.:mrgreen:

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MRS ist das Dorf von wo die Fähre nach  Olchon fährt also sollte es eigentlich nicht so schwer sein dort hin zu kommen und wenn ich das richtig verstehe hab ich sogar ein Zimmer für mich alleine.
Das alles sind überzeugende Argumente ein Zimmer in der Unterkunft mit dem viel versprechenden  Namen „Baikai-Miami“ zu buchen.
Ob es wirklich eine gute Idee war wird sich dann morgen Zeigen.
Weil der einfachste Weg nen Bus Transfers nach Olchon zu bekommen über das Hostel ist frage ich an der Rezeption ob es ein Problem wäre, wenn ich schon vorher aussteige.
Weil der Junge hinter dem Tresen sich nicht sicher ist und gerade wieder ein Schwung neuer Gäste anreist lasse ich ihn nachdem er mir versprochen hat sich darum zu kümmern und mir Bescheid zu geben seine seine Arbeit machen.
Ich geh in die Stadt mit dem guten Gefühl wieder alles richtig gemacht zu haben und als ich wieder komme steht jemand anders an der Rezeption. 😂
Ist jetzt auch egal.

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Das Schild dazu konnte ich nicht lesen aber bin mir fast sicher, daß das Thomas D ist. Woher die Russen Fanta 4 kennen weiß ich aber auch nicht.
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Ich konnte nicht widerstehen

Kümmer ich mich morgen früh um den Bus.
Den Rest des Abends verbringe ich damit zusammen mit meinem russischen Zimmergenossen auf mobile.de nach gebrauchten Mercedesen und Audis zu schauen, hier in Russland sind Gebrauchtwagen wohl um Längen teurer als bei uns.
Hier jetzt noch eine letzte wissenswerte Informationen für Alle, die sich genauso  wie ich darüber gewunden haben das bei den Autos hier in Russland so viele mit dem Lenkrad auf der falschen Seite  (rechts) rum fahren.
Weil die billiger sind und direkt aus Japan importiert werden.

Is doch logisch. 🙂


3 Gedanken zu “Wie ich mal mit einem schnarchenden Chinesen ein Zimmer geteilt hab

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