Wie ich mal mit der Transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Omsk gedüst bin. Part 3

Jetzt sitze ich also hier unten und kann endlich mit dem einzigen Satz den ich auf russisch kann brillieren.
Меня зовут Патрик.

Die Blonde Frau die sonnst immer so grimmig geschaut hat stellt sich als Svetlana vor. (Keine Ahnung warum aber der Name passt) und das Mädchen mit den braunen Schulter langen Haaren und den Reh braunen Augen heißt Evgenia.

Viel geredet wird nicht mit mir aber ich bin schon froh darüber endlich am Tisch sizen, Kaffee trinken und aus dem Fenster schauen zu können.
Wenn mal nicht ganz so viel Birken sondern mehr Fichten da stehen sieht es hier fast aus wie Brandenburg.

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Svetlana schenkt mir einen Schokoriegel und ich freue mich wie ein kleines Kind über dieses pappsüße Ding aber das war erst der Anfang.

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Plötzlich fangen die beiden an den Tisch zu decken.
Brot, Wurst, Gurken, Tomaten und 5 Minuten Terrinen werden ausgepackt und der Schmaus kann beginnen.
Natürlich esse ich erst mal nur meinen Nudelpamps(man will niemanden zur Läßt fallen) da habe ich aber die Rechnung ohne Svetlana gemacht.
Hier ein Wurst Brot und bitte nimm noch Gurke mit Salz.
Als sie mir dann noch die Tomaten anbietet bin ich in der Zwickmühle, ich mag diese roten Kugeln einfach nicht.
Natürlich ist nicht mögen kein echtes Argument für die Frau und sie zeigte mir stolz ein Foto von dem Tomatenstrauch an welchen die Früchte kurz zuvor gehangen haben.
Das Bild überzeugt mich und ich esse auch die Tomaten.

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Nach dem Alles verputzt war beschäftigen die Beiden sich mit Karten spielen.
Ich schau ne viertel Stunde lang zu, kann aber ehrlich gesagt kein System erkennen.
Endlich die Frage,  ob ich mit spielen möchte.
Natürlich möchte ich, allerdings hab ich keine Ahnung wie das geht.
Als ob er nur auf sein Stichwort gewartet hat kommt ein jünger Typ der recht gut englisch spricht dazu und fängt an mir zu erklären wie das Spiel geht.
Langsam begreife ich auch was zu tun ist.
Nach etwa 2 Stunden verlassen uns Svetlana und der Typ.
Und ich bleibe allein mit Evgenia (und knapp 40 anderen Fahrgästen) im Zug.
Stunden lang spielen wir dieses Kartenspiel und ich würde zu gern behaupten das ich nur so oft verloren hab, weil sich das Mädel echt süß über jeden Sieg freut.
Aber die Warheit ist, das ich ziemlich viele dumme Fehler mache und Evgenia einfach zu gut spielt.
Sie fährt übrigens von Minsk nach Novosibirsk um dort ihre Eltern zu besuchen.
Außerdem ist sie mit 25 doch um einiges Älter als ich geschätzt hab.
Die Zeit vergeht wie im Flug wärend wir mir Smalltalk, Familien Bilder und Musik Videos anschauen und immer wieder Karten spielen beschäftigt sind.
Kurz nach 22 Uhr ist es für Evgenia Zeit zu schlafen.
Weil ich kurz nach Mitternacht aussteige und sie nicht wecken möchte verabschieden wir uns schon und ich stell meinen Gepäck so, das ich ohne viel Lärm zu machen nen Abflug machen kann.
An schlafen ist für mich nicht zu denken.
Ich verkrümel mich in meine Koje und lese noch das Buch zuende.
In Omsk angekommen war ich doch so klever mir eine Jacke und ne lange Hose anzuziehen weil es regnet.
Ein letzter Blick auf die Schlafende und ich verlasse den Zug der die letzten 2 Tage mein Zuhause war.
Ehrlich gesagt wäre ich gern weiter gefahren aber Omsk wartet schon auf mich.


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